Puppen & Punsch

ABGESPIELT

Die Wiener Weihnachts-Puppenshow

Die exklusiv für die Adventszeit gestaltete, lustig-abstruse, grantelnd-herzerwärmende, festlich-punkige Wiener Weihnachts-Puppenshow für die Feiertage ist wieder da! Freut euch auf den Wiener Grinch, ein Krippenspiel ohne Konfessionen und die Geschichte hinter einem der Inbegriffe schlechthin des deutschsprachigen Weihnachtsbrauchtums. Perfekt geeignet für Fans als auch Skeptiker der besinnlichen Zeit, als Familien- oder Betriebsausflug.

Der allseits beliebte Wiener Grant verbindet sich in einer wunderbaren Interpretation von Markus-Peter Gössler mit dem „Grinch“ von Dr. Seuss zum Herrn Grinschnik – „von da zwarer Stiegn“. Ob ihm die Kekse der Nachbarstochter Jessica das Herz erwärmen?

Außerdem setzten wir uns mit der Hintergrundgeschichte eines immateriellen Kulturerbes auseinander, das aus Österreich in die ganze Welt exportiert wird. Kein Weihnachtsfest kommt ohne aus, dabei ist es schon über 200 Jahre alt. Was wohl eine Maus und ein angeknabbertes Orgelkabel damit zu tun hat?

Das Fest gipfelt schließlich in einem verzweifelten Versuch, ein originales Krippenspiel mit dem vielfältigen aber doch recht eigenwilligen Puppenensembles des Schubert Theaters zu interpretieren. Ob die Star-Gäste Hedy Lamarr als Gottesmutter und H.C. Artmann als Josef von Nazaret überzeugen oder doch ein zerbrechlicher Jesus (gespielt von Humpty Dumpty) und ein beflügelter Überraschungsgast ihnen das Rampenlicht streitig, machen sehen Sie alljährlich – aber nur im Dezember! – im Schubert Theater Wien.

Dauer: ca. 70 Min

Zum Weihnachtspreis: 20 Euro Normalpreis, 15 Euro ermäßigt, 15 Euro Gruppenpreis ab 15 Personen.

Falls Sie eine geschlossene Veranstaltung buchen wollen melden Sie sich bitte bei uns.
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Regie: Simon Meusburger
Konzept:
Lisa Zingerle
Spiel: Soffi Povo, Markus-Peter Gössler, Christoph Steiner
Text: Markus-Peter Gössler, Simon Meusburger, Christoph Hackenberg
Puppen: Nikolaus Habjan, Christoph Bochdansky, Claudia Six, Manuela Linshalm, Angelo Konzett
Projektleitung: Marvin Schriebl
Foto: Julia Braunegger

Eine Produktion des Schubert Theater Wiens.

Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.

Internationales Figurenfestival 2023

14. – 19. März 2023
Ein internationales Figurenfestival zum internationalen Tag des Puppenspiels
Ein Fest der Figuren mit fantastischen Figurentheater aus Dänemark/Spanien, Italien und Österreich. Wir feiern nicht nur Christoph Bochdanskys neuestes Stück „Der Wald von dem wir träumen“ sondern auch die Österreich-Premiere „Quacksalver“ des großartigen dänischen Sofie Krog Teaters und Stücke für jeweils EINEN Publikumsgast aus Italien und Österreich.

Programm:
14. – 16. März 2023, jeweils 19:30 Uhr:
Der Wald von dem wir träumen
18. März 2023:
ca. 14 – 16 Uhr: Secret Garden, Tilda Eulenspiel, VR-Circus-Varieté
16 Uhr: The Quacksalver
ca. 16:30 – 18:30 Uhr: Secret Garden, Tilda Eulenspiel, VR-Circus-Varieté
19 Uhr: The Quacksalver
19. März 2023
ca. 13 – 15 Uhr: Secret Garden, Tilda Eulenspiel, VR-Circus-Varieté (geschlossene Veranstaltung)
15 Uhr: The Quacksalver (geschlossene Veranstaltung)
ca. 15:30 – 17:30 Uhr: Secret Garden, Tilda Eulenspiel, VR-Circus-Varieté
18 Uhr: The Quacksalver
19 Uhr: Publikumsgespräch mit Darsteller*innen des Festivals

Alle Produktionen am 18. und 19. März sind mit einer Zählkarte zu sehen. Da die Produktionen „Secret Garden“ und „Tilda Eulenspiel“ für jeweils einen Publikumsgast gestaltet sind und auch unsere VR-Brillen begrenzt sind bitten wir, sich Zeit zu nehmen und rechtzeitig vor Ort zu sein.

Produktionen:
14. – 16. März 2023

Der Wald von dem wir träumen (Christoph Bochdansky, AT)

Inspiriert von Ideen und Erfahrungen aus der „psychedelic era“ flüchtet ein Mann in den Wald, um einer lästigen Reporterin davon zu kommen. Er versucht mit aller Macht des Waldes, durch seltsame Gestalten und permanenter Ablenkung vom Thema, dieses Interview nicht zustande kommen zu lassen. Doch es kommt zustande.
Ein Spiel mit musikalischen und inhaltlichen Referenzen an die Beatles, über Wahrnehmung und Perspektivwechsel, denn diese beiden scheinen unsere einzigen zuverlässigen Begleiter durch unsere Welt zu sein.
Kritiken: Wiener Zeitung „(…) So „unbedeutend“ die Wesen, die diese Traumwelt bewohnen, auch sein mögen, so magisch ziehen sie uns in ihren Wald.“
Heinz Wagner, KiJuKu: „(…) Die rund einstündige Vorstellung (…) ist ein optisches und gedankliches Fest mit auch vielen sehr heiteren Momenten in dieser mitunter fast düster wirkenden Landschaft.“
Puppenspiel, Puppenbau, Text: Christoph Bochdansky
Reporterin: Andrea Köhler
Musik: Hannes Löschel
Choreographie: Rose Breuss

Foto: Der Wald von dem wir träumen (c)Johannes Novohradsky,

18. & 19. März 2023
The Quacksalver – Der einfache Weg zu einem perfekten Leben (Sofie Krog Teater, DK)
In diesem fantastischen Abenteuer setzt Mr. Q all seinen Charme ein, wenn sich sein wundersamer Wagen verwandelt und er das Publikum in einem Puppenuniversum willkommen heißt, in dem die Wahrheit hinter seinem Wundermittel – dem Wonder Tonic – enthüllt, produziert und verkauft wird.
Der fröhliche Scharlatan Mr. Q erzählt die Geschichte seines Wundertranks sowohl mit seinem eigenen Körper als auch mit Handpuppen, inklusive einer kleinen Version von sich selbst. Die Geschichte ist witzig, gut gespielt und voller geistreicher Erfindungen.

Haarausfall? Zu viel um den Bauch? Noch Schlimmeres? Verzagen Sie nicht – Mr. Q kommt, und im Gepäck hat er sein Wonder Tonic!

Er trägt ein weißes Hemd und eine Hose mit Hosenträgern der alten Schule und kutschiert sein seltsames Gefährt vor das Publikum. Es sieht aus wie das Fahrgestell eines Kinderwagens mit einer großen Kiste oben drauf. Aus der Kiste holt der Quacksalber mit Hilfe von Knöpfen und Handschuhen alle möglichen erzählerischen Elemente heraus – von dem bereits erwähnten Wundermittel bis hin zu einem sich voll entfaltenden Puppentheater.
Das Sofie Krog Teater aus Dänemark setzt besonders viel Wert und Liebe in die Charaktere ihrer Stücke und deren Puppen. Aber auch bei der Ausstattung gibt es jedesmal ein neues Detail zu entdecken. Bereits bei der Werkschau der bis damals erarbeiteten drei Stücke 2019 im Schubert Theater gab es tobenden Applaus. Wir sind gespannt, was das neue Stück bringt und freuen uns, die Österreich-Premiere im Schubert Theater ausrichten zu dürfen.

Kritiken: „Quacksalber macht sich lustig über die Vorliebe des modernen Menschen, sich auf alle möglichen Wundermittel zu verlassen, um sich ewige Gesundheit und Jugend zu sichern. Mr. Q – der Quacksalver – sorgt für herzhaftes Lachen und ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Puppentheater aussieht, wenn es professionell gemacht wird, um auf qualifizierte und kreative Weise Spaß zu machen.“ (Theater Avisen, Denmark)

Actor/puppeteer: David Faraco
Idea, Story, Text & Direction: Sofie Krog & David Faraco
Puppet builder: Sofie Krog

Foto: Quacksalver, (c)Sofie Krog Teater

Secret Garden (Eva Sotriffer, IT)
„Secret Garden“ ist eine 5:26 minütige Miniatur-Puppen-Performance in einer Box für jeweils einen Publikumsgast. Sie erzählt von dem Schlupfloch, das irgendwo in fast jeder Wand existiert, und der überraschenden Welt dahinter.
Was verbirgt sich hinter der nächsten Mauer? Hier ist ein Guckloch zum Durchschauen, über den Kopfhörer gibt es den Ton dazu. Und dann beginnt die Geschichte. Es ist eine Geschichte darüber, dass ein Ausweg aus dem Hamsterrad manchmal näher liegt als man denkt. Die eigenen Füße tragen einen weiter und der nächste geheime Garten wartet vielleicht schon hinter der nächsten Ecke. Lass dich überraschen.

Von und mit Eva Sotriffer an den Fäden, Musik: Max Castlunger

Secret Garden (c)Eva Sotriffer

Tilda Eulenspiel (Rebekah Wild, NZ/AT)
Auch die listige „Tilda Eulenspiel“ verspricht schnellen Ruhm und Reichtum. Rebekah Wild bringt mit ihr eine ironische Hommage an alle Närrinnen und Narren als freches Kurztheater auf eine unkonventionelle Bühne.
Power, Money, Fame – Willkommen in Tilda Eulenspiels Erfolgsseminar! Ironisch, feministisch und kritisch hinterfragt Rebekah Wild in ihrem Kurztheater für einen Publikumsgast die heutige Gesellschaft und ihre Wünsche. Mit Witz und Charme verführt Tilda ihre Gäste, um mit wenig an viel zu kommen. Dabei fordert sie das Publikum heraus, sich selbst und gesellschaftliche Reize nicht ganz so ernst zu nehmen, denn das Streben nach Macht, Geld und Ruhm kommt nicht immer zu einem glanzvollen Ende.

Von: Rebekah Wild in Kooperation mit Schubert Theater Wien
Spiel: Rebekah Wild; Soffi Povo

Foto: Tilda Eulenspiel, (c)Wild Theatre/Schubert Theater

VR-Circus-Varieté
In einer einzigartigen Kombination von zeitgenössischer Zirkuskunst und Figurentheater entstehen in einem Virtual-Reality-Varieté eine Vielzahl von poetischen, bezaubernden und humorvollen Geschichten. Wie gewohnt sitzt das Publikum im Zuschauerraum und taucht mittels VR-Headset in eine vollkommen neue Perspektive ein. Verlassen Sie für einen Augenblick den Alltag und besuchen Sie einen Ort der grenzenlosen Phantasie.

Von: Simon Meusburger
Spiel: Andre Reitter, Melanie Möhrl, Angelo Konzett
VR-Technik: Olivier Schaffer

Circus der Träume (c)Barbara Palffy

Preise:
14.-16. März 2023: „Der Wald von dem wir träumen“ 
Normalpreis: 22 Euro
ermäßigt bis 26 Jahre und Ö1-Intro: 15 Euro
Ö1-Ermäßigung: 19 Euro

18. & 19. März 2023: „The Quacksalver“, „Secret Garden“, „Tilda Eulenspiel“, „VR-Circus-Varieté“
Alle Produktionen am 18. und 19. März sind mit einer Zählkarte zu sehen. Da die Produktionen „Secret Garden“ und „Tilda Eulenspiel“ für jeweils einen Publikumsgast gestaltet sind und auch unsere VR-Brillen begrenzt sind bitten wir sich Zeit zu nehmen und rechtzeitig vor Ort zu sein.
Normalpreis: 25 Euro
ermäßigt 10 bis 14 Jahre: 10 Euro
ermäßigt 15 bis 26 Jahre und Ö1-Intro: 18 Euro
Ö1-Ermäßigung: 22 Euro

 

Das Internationale Figurenfestival 2023 wird dankend unterstützt vom Bezirk Alsergrund und dem Bundesministerium für Kultur.

Festivalleitung: Lisa Zingerle
Pressebetreuung: Simon Hajos
Presseinformationen

Saison 2022/23: Arbeitstitel

>>HIER<< klicken für das Saisonheft 22-23 als interaktives PDF.

Saison 2022/2023

Die kreative Freiheit, die den magischen Beginn und Neuanfang eines Stückes bezeichnet, soll als Motto für unsere neue Saison stehen: ARBEITSTITEL

Die letzten Saisonen haben uns gezeigt: Alles ist möglich, es gibt unendlich viel Neues zu entdecken. Wir haben die Herausforderungen der letzten Jahre angenommen und dadurch unseren Theaterhorizont erweitert. Ohne unsere Wurzeln der Tradition des Figurentheaters zu verlassen haben unsere Puppen mit Oudoor-Produktionen spazieren gelernt und mit digitalen Formaten sind sie ins Metaverse eingezogen.  Diese Bandbreite spiegelt sich nun in unserem Spielplan wieder.

Neben allen neuen, digitalen und internationalen Besonderheiten verführt unser erlesenes Puppen-repertoire Abend für Abend in faszinierende Theaterwelten. Mit der ersten Premiere der Saison „Blade Runner – Das Märchen Mensch“ zeigen wir analoges Figurentheater und lassen dabei neue digitale Techniken wie VR (virtual reality) einfließen. Fans und Skeptiker von Weihnachten werden bei „Puppen&Punsch“ ein Wiener Weihnachtswunder erleben. Bei den internationalen Festivals im Herbst und Frühling präsentieren wir teils zum ersten Mal in Wien fantastische Puppenkreationen aus Deutschland, Dänemark und Frankreich. Das virtuelle 3D-Puppenmuseum mit eigenen Puppen-Avataren hat rund um die Uhr geöffnet und wird laufend mit neuen Räumen weiterentwickelt. Ein neuer Raum wird sich Aaron Swartz widmen, Hacktivist und Mitbegründer diverser Plattformen wie Reddit oder Creative Commons. Die Vernissage wird die Veranstaltungsreihe „Future Lab“ einläuten, die sich im Februar bereits zum zweiten Mal mit neuesten Theaterformen im digitalen Bereich beschäftigt. Und wer bei all dem Programm schon verrückt wird passt hervorragend zu unserem „Spaziergang für die Figur III – Der Zeit voraus“, bei dem wir uns ‚verrückten‘ Visionär*innen und Träumer*innen annehmen.

Die Magie der Möglichkeiten: Wir wünschen Ihnen inspirierende, nachdenkliche, unterhaltsame und anregende Abende in einer neuen Saison des Schubert Theater Wiens.

Simon Meusburger & Lisa Zingerle

Future Lab 2023

Wie geht es weiter mit der Zukunft des Theaters?
Online- und Hybridveranstaltungen, VR- und AI-Konzepte, Echtzeitkunst und 3D-Mapping – technologische Entwicklungen strömen unaufhaltsam in den künstlerischen Alltag. In der Veranstaltungsreihe „Future Lab“ im Februar 2023 widmet sich das Schubert Theater Wien zum zweiten Mal mit eigenen Projekten, Kooperationen, Best Practice-Beispielen und in Diskussionen mit Künstler*innen und Expert*innen der Zukunft des Theaters.

Jeder Woche ist ein Schwerpunkt gewidmet, von KI-Konzerten über Androiden im Theater zur Virtual Reality Zirkusvorstellung. Auch die Talkgäste und -themen lassen interessante Gespräche erwarten: Bereits zum Auftakt diskutieren neben den künstlerischen Leitungen von Dschungel Wien Marianne Artmann, Ula Schneider von SOHO Ottakring und Daniela Weiss und Jascha Ehrenreich vom artificial museum auch Roland Alton und Lisa Kostrzewa von fairkom über Kunst und Kultur als Menschenrecht und Gemeingut im digitalen Zeitalter. Das Berliner Figurentheater-Kollektiv manufaktor wird nach dem Screening ihrer Utopie-Maschine „1/0/1-robots – hacking the binary code“ ebenso live nach Wien geschaltet.

Außerdem werden jeden Donnerstag Virtuelle Puppenmuseumsführungen sowie die Puppenserie “Ein Würstelstand auf Weltreise” online als auch analog im Schubert Theater angeboten. Das reichhaltige Programm wird am Mittwoch, 1. Februar 2023, ab 18 Uhr im charmanten Innenhoftheater im 9. Bezirk als auch im Livestream präsentiert.

Alle Livestreams findet man auf dem Schubert Theater Youtube-Account.

VR-Puppen in Blade Runner – Das Märchen Mensch (c)Barbara Palffy

Programm
Mi, 01.02.2023: Auftakt Future Lab 2023
18 Uhr: Programmpräsentation + Präsentation Projektreihe „Aaron’s law“
19 Uhr: Future Talk I „Kunst & Kultur als Menschenrecht & Gemeingut im digitalen Zeitalter“
als Talkgäste: Renate Kreil von net:art und ACOnet, Daniela Weiss und Jascha Ehrenreich vom artificial museum, Marianne Artmann vom Dschungel Wien, Ula Schneider von SOHO Ottakring, Roland Alton, Sprecher von Creative Commons Austria, und Lisa Kostrzewa von fairkom Austria
20 Uhr: Vernissage Museumsräume Blade Runner & Insight:Aaron
…bei freiem Eintritt im Schubert Theater und als Live-Stream

Mi, 15.02.2023: Virtuose Maschinen – KI-Konzert feat. Inigo McCoy
19:00 Uhr: KI-Konzert von Simon Meusburger & Markus-Peter Gössler feat. Inigo McCoy (im Schubert Theater und Online)
20:00 Uhr: Future Talk II „Künstliche Musik“ (im Schubert Theater und als Live-Stream)
als Talkgäste: Simon Meusburger, Markus-Peter Gössler und Inigo McCoy 

Freitag, 17.02.2023: hacking the binary code, von/with manufaktor Berlin
19:oo Uhr: 1/0/1-Robots von/with manufaktor Berlin (Screening im Schubert Theater und Online)
20:30 Uhr: Future Talk III „Theater mit Robotern“ (im Schubert Theater und als Live-Stream)
als Talkgäste: Mathias Becker, Gilda Coustier, Friedericke Miller & Yasmine Salimi von/with manufaktor Berlin

Di, 21.02.2023: Androiden im Theater
19:30 Uhr: „BLADE RUNNER – Das Märchen Mensch“ Vorstellung (analog im Schubert Theater)
21:00 Uhr: Future Talk IV „Digitalität und Theater“ (im Schubert Theater und als Live-Stream)
als Talkgäste: Soffi Povo, Angelo Konzett, Simon Meusburger, Mathias Hradecsni & Olya Toltinova

Mi, 22.02.2023: Ein Abend in Virtual Reality
16:30 Uhr: Echtzeitkunstwelt VR-Installation auf der Bühne des Schubert Theaters zum selbst Entdecken (mit VR-Brillen im Schubert Theater)
19:30 Uhr: Virtual Reality Circus Varieté (mit VR-Brillen im Schubert Theater)
20:00 Uhr: Future Talk V „VR – der neue Guckkasten?“ (im Schubert Theater und als Live-Stream)
als Talkgäste: Olivier Schaffer, Simon Meusburger und das Echtzeit-Team Dominik Grünbühel, Norbert Unfug und Sebastian Pirch

Donnerstag 2., 16. & 23.02.2023:
Museumsführung & Puppenserie „Ein Würstelstand auf Weltreise“
18:30 Uhr: Führung Virtuelles Puppenmuseum im digitalen Raum als auch mit VR-Brillensets im Schubert Theater (Dauer ca. 30 Minuten)(Anmeldung unter info(at)schuberttheater.at)
19:30 Uhr: Ein Würstelstand auf Weltreise Online + Ausstrahlung vor Ort im Schubert Theater


Für einen Online-Zugang der Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung unter info(at)schuberttheater.at.

Programminformation:
Auftakt FUTURE LAB: 1. Februar 2023
Eröffnung und Programmpräsentation bei freiem Eintritt und als Live-Stream

Das Programm des heurigen Future Labs sowie die Projektreihe „Aaron’s law“ wird vorgestellt. Vor der Vernissage im virtuellen Museum diskutieren beim 1. Future Talk Gäste aus Kunst und Kultur.

Präsentation: „Aaron‘s law“: 1. Februar 2023
Eine künstlerisch-technische Projektreihe von net:art
Hommage an Aaron Swartz (* 8. November 1986 in Chicago; † 11. Januar 2013 in New York City)
Aaron Swartz, Programmierer und Internetaktivist für Netzneutralität, verteidigte und prägte mit seinen Projekten und deren Kollektiven und niederschwelligen Ansätzen diese große Chance der Menschheitsgeschichte, sich konstruktiv über geografische Grenzen hinweg über das Netz auszutauschen.
Als Co-Founder der Social-News-Website Reddit setzte er sich u.a. für die gesellschaftspolitische Bedeutung des Netzes ein. Als technischer Entwickler des Creative-Commons-Teams arbeitete er um die Jahrtausendwende an der Umsetzung von Gratislizenzen („some rights reserved“).
In der Projektreihe werden wir uns mit „Insights:Aaron“ in Kooperation mit dem net:art coordination center unter Renate Kreil und einer Zusammenarbeit des Medienkünstlers Ilkhan Erdogan und der Puppenbildnerin Annemarie Arzberger mit der Person und dem Werk von Aaron Swartz befassen.

Aaron Swartz – Hacktivist und Visionär als Klappmaulpuppe von (c)Annemarie Arzberger


Blade Runner & Insight:Aaron Swartz: 1. Februar 2023
Vernissage Museumsräume
Seit über 10 Jahren geben im Schubert Theater Puppen den Ton an. Mit der Produktion “Blade Runner” in der Saison 2022/23 sind zum ersten Mal digitale Puppen live auf der Bühne zu sehen. Mathias Hradecsni und Olya Toltinova haben die Figuren erschaffen und kreieren für das virtuelle Puppentheatermuseum einen eigenen Raum für das Blade Runner-Universum. Ebenso stellen wir die spannende Auseinandersetzung „Insight:Aaron“ des Medienkünstlers Ilkhan Erdogan und der Puppenbildnerin Annemarie Arzberger mit der Person und dem Werk von Aaron Swartz in einem eigens entwickelten Museumsraum vor.
Das virtuelle Puppenmuseum ist über Mozilla Hubs rund um die Uhr geöffnet und kann sowohl über Desktop als auch mit VR-Brille besucht werden. Zur Vernissage der zwei neuen Räume und im Rahmen des Future Labs wird es im Februar 2023 Führungen mit der Direktion des Schubert Theaters und den jeweiligen Künstler*innen geben, bei denen live im Schubert Theater ein Rundgang mit VR-Brille ausprobiert werden kann oder man sich online von zu Hause oder unterwegs zuschalten kann.

Virtual Reality als Bühnenelement in Blade Runner (c)Lisa Zingerle

Virtuose Maschinen im KI-Konzert: 15. Februar 2023
Simon Meusburger & Markus-Peter Gössler feat. Inigo McCoy

Im Rahmen des Future Lab 2023 wagen die beiden Künstler Simon Meusburger und Markus Peter Gössler ein musikalisch-technologisches Experiment: Mithilfe der Komposition-KI AIVA sowie der Sprach-KI GPT3 produzieren die beiden mehrere Songs für eine Live-Performance. In dem dabei entstehenden Konzert kann sich das Publikum selbst davon überzeugen, was künstliche Intelligenz in der Kunst schon heute leisten kann und wie originell und kreativ sie dabei möglicherweise ist. Hören und Sehen Sie selbst und stellen Sie sich die Frage, was Mensch und Maschine trennt oder was sie gar gemeinsam haben.

Simon Meusburger feat. Midjourney – dem vielumstrittenen KI-Programm für Bilderstellungen

1/0/1-Robots – hacking the binary code: 17. Februar 2023
Gastspiel-Screening von manufaktor aus Berlin
Jede Gegenwart war mal eine mögliche Zukunft. 101 Jahre nach der Erfindung des Wortes »Roboter« scheint es keinen Weg aus der Dystopie zu geben. Ist eine Technologie ohne Unterwerfung, Unterbezahlung, Überheblichkeit und Überwachung doch möglich? Manufaktor plant eine balancierende Utopie-Maschine – zum Gegensteuern und Ausgleichen von Ungerechtigkeiten: Es werden queerfeministische Robotopien entworfen!
manufaktor ist ein Kollektiv aus Berlin, das aus dem zeitgenössischen Figurentheater kommt. Mathias Becker, Gilda Coustier, Friedericke Miller und Yasmine Salimi beschäftigen sich u. a. mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine und suchen nach spielerischen Ausdrucksformen zwischen den Genregrenzen.
www.manufaktor.eu

Blade Runner: 20. & 21. Februar 2023
Das Märchen Mensch
Ein rasanter Science-Fiction-Krimi mit Humor, Tiefgang und einem überraschenden Plot Twist. Das Figurentheater-Kammerspiel ist inspiriert durch den 1968 erschienener Science-Fiction-Klassiker von Philip K. Dick „Blade Runner – Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ und dessen Verfilmungen. Weitere Info

Jane philosophiert mit ihrem Androiden „Buddy“ über das Leben. Blade Runner (c)Barbara Palffy

Ein Abend in VR: 22. Februar 2023
Erleben Sie mit der VR-Experience „Echtzeitkunstwelt“ einen einfachen Einstieg in die Virtuelle Realität! Kann VR der neue Guckkasten werden? Vielleicht kann Sie das VR-Circus-Varieté überzeugen.

  • Echtzeitkunstwelt
    ist eine Virtual-Reality-Plattform, die mit erweiterten Kunstwelten experimentiert. In Kooperation mit dem Schubert Theater bieten wir einem interessierten Publikum die einzigartige Möglichkeit hinter die Kulissen der Entstehung eines VR-Projekts zu blicken. Vielleicht treffen Sie die eine oder andere Figur wieder, die Sie schon kennen? Oder Sie werden diese Figur?
  • Das Virtual-Reality-Circus-Varieté
    Circus der Träume in VR

    Regisseur Simon Meusburger und VR-Spezialist Olivier Schaffer haben die besten Szenen des magischen Puppentheater-Varietés in eine neue Dimension gebracht: In einer einzigartigen Kombination von zeitgenössischer Zirkuskunst und Figurentheater entstehen in einem Virtual-Reality-Varieté eine Vielzahl von poetischen, bezaubernden und humorvollen Geschichten. Wie gewohnt sitzt das Publikum im Zuschauerraum und taucht mittels VR-Headset in eine vollkommen neue Perspektive ein. Verlassen Sie für einen Augenblick den Alltag und besuchen Sie einen Ort der grenzenlosen Phantasie.
    Nach drei Jahren auf der Bühne wurde die Produktion „Circus der Träume“ mit neuester Technik in VR-3-D verewigt.

Festivalleitung: Lisa Zingerle
Festivalassistenz & Moderation Future Talks: Juraj Bako

Pour Bien Dormir

ABGESAGT
Nonverbal: Am 1. & 2.11.2022,19:30 Uhr, beim Puppen sterben besser-Festival.

Nonverbal: 1. & 2.11.2022, 7:30 pm at the puppets die better-festival. (english below)

„Eine Einladung, den unsichtbaren Monstern Namen zu geben und sie zum Spiel herauszufordern (…). In diesem Raum zwischen Traum und Wirklichkeit ist es möglich, mit der Angst zu tanzen, um sie zu beruhigen, sich dem zu stellen, was lebendig wird, wenn die Lichter ausgehen, einen Blick auf das Beunruhigende zu werfen. Pour Bien Dormir fordert uns auf, in den Schatten zu spielen und uns zu erschrecken, um zu entdecken, was als nächstes aufleuchtet.“ – Catarina Firmo, Sinais em Linha

„Die Begegnung zweier Bildschöpfer, eines Puppenspielers und eines Illustrators, Paulo Duarte und Tjalling Houkema, führt uns in eine Fantasie voller Schatten, Bilder und Klänge, zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Schlaf und Wachsein.“ FIMFA22, tarumba.pt

Diese Aufführung präsentiert ein intensives und suggestives Universum, das an die Welt der Nacht und der Schatten erinnert. Alle diese schwarz-weißen Figuren faszinieren durch die spezifische Fremdheit, die sie ausstrahlen. Sie erinnern an die Ängste der Kindheit, die nachts, im Dunkeln und in den Träumen auftauchen. Alles erwacht zum Leben, wenn abends im Kinderzimmer das Licht ausgeht. Wie in einem Traum werden die Figuren, die unsere Phantasie bevölkern, lebendig.

Die Geschichte entfaltet sich hier in einem lustigen und poetischen Wechselspiel, das sich mit diesen uralten Ängsten auseinandersetzt. Wie gehen wir mit nächtlichen Ängsten, Schatten, Helldunkel und diesen zweideutigen Figuren wie aus Märchen um? „Pour bien dormir“ ist als visuelle Erzählung konzipiert, ein Eintauchen in poetische Begegnungen mit diesen fantastischen, liebenswerten und doch herzlosen Wesen, die unseren Ängsten, Versuchungen und Wünschen so nahe sind.

© Pedro Sardinha

Das Ziel von MECANIkA ist es, das zeitgenössische Puppenspiel zu entwickeln und zu erforschen, indem es mit anderen zeitgenössischen künstlerischen Bereichen interagiert, in einer Form, die als Bildtheater bekannt ist. Es ist ein Blick auf die zeitgenössische Realität und darauf, wie wir die Repräsentanten sind. Die verschiedenen Produktionen, die der Gründer des Ensembles, Paulo Duarte, im Laufe seiner Karriere in der Welt der bildenden und darstellenden Kunst geschaffen hat, stellen eine sehr spezifische und einzigartige Sicht auf eine metaphorische und zeitgenössische Realität dar. Seine Entwürfe sind stets auf der Suche nach einem Bild, das Bedeutung vermittelt, vom ersten Impuls, der das Projekt antreibt, bis hin zum Bild, das die visuelle/plastische Darstellung bildet. Es kann natürlich oder künstlich, visuell oder nicht visuell, greifbar oder konzeptionell sein; es kann seinem Vorbild direkt ähneln oder sich im Gegenteil auf eine eher symbolische Weise auf dieses beziehen.

English:
This performance puts forward an intense and illusory universe, evocative of the world at night and shadows. All of these black and white characters are intriguing due to the specific strangeness that they emanate. They convene childhood fears, ones that emerge at night, in the dark and dreams. Everything comes to life when the light goes out in the evening in the children’s bedroom. Like in a dream, the characters that inhabit our imagination come to life. The story unfolds here in a funny and poetic interplay confronting these age-old fears. How do we deal with fears at night, shadows, chiaroscuro and these ambiguous characters, straight out of fairy tales? Pour bien dormir is designed as a visual narrative, an immersion in poetic encounters with these fantastic, loveable yet heartless creatures, so close to our fears, temptations and desires.

MECANIkA is a look at contemporary reality and how we are the representatives. Various productions by the founder of the company, Paulo Duarte, throughout his career, whether in the world of visual or performing arts, constitute a very specific and unique view in a metaphorical and modern reality.

His proposals continually seek an image to convey meaning, from the initial impetus, the driver of a project, to the image that forms the visual/plastic portrayal. It may be natural or artificial, visual or not, tangible or conceptual; it may directly resemble its model or on the contrary be more symbolically connected. The image is conceived through a specific language. Translations, or rather, constant interpretations through images, create a complex truth, imbued with paradoxes. Although they seem unambiguous. The image opens out the space, complicates reality.

„An invitation to name the invisible monsters and challenge them to play (…). In this space between dream and reality, it is possible to dance with fears in order to calm them, face what comes to life when the lights go out, peek at the unsettling. Pour Bien Dormir challenges us to play in the shadows and to scare to discover what lights up next.“ – Catarina Firmo, Sinais em Linha

„The meeting between two creators of images, a puppeteer and an illustrator, Paulo Duarte and Tjalling Houkema, which leads us into an imaginary full of shadows, images and sounds, between dream and reality, between sleep and wakefulness.“ FIMFA22, tarumba.pt

Conception: Paulo Duarte, Tjalling Houkema
Performed by Paulo Duarte
Sound universe and programming: Morgan Daguenet
Lighting design and programming: Fabien Bossard
Outside eye and puppet lining: Igor Gandra