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Blade Runner

Das Märchen Mensch

Dystopischer Ausgangspunkt ist eine von Atomkriegen und Umweltkatastrophen zerstörte Welt, in der die meisten Tiere ausgestorben und ein Großteil der Menschen auf den Mars ausgewandert sind. Illegale Androiden – auch „Andys“ genannt – werden für Kopfgeld gejagt. Entwickelt werden die Androiden von Jane, einer genialen Biomechanikerin ihrer Zeit, deren einzige Bezugsperson jedoch ein von ihr geheim erschaffener Andy ist.

Foto: Barbara Palffy

Phil, ein skeptischer Angestellter der Androiden-Fabrik, wird beauftragt, die neueste Generation der Andys zu prüfen. Dies gelingt nur mit komplexen Tests wie der Voigt-Kampff-Apparatur, einer Mischung aus Turing-Test, psychologischer Befragung und Mikroreaktionszeitmessung. Sein größter Wunsch ist allerdings, das neue Statussymbol schlechthin zu besitzen, ein echtes, lebendiges Tier aus dem Katalog der bedrohten Tierarten. Das soll dann auf dem Dach neben seinem Schwebeauto von den Nachbarn bewundert werden. Bislang steht nämlich nur ein täuschend echtes elektronisches Schaf dort.

Doch ist Phil tatsächlich der Prüfer oder doch der Geprüfte? Welches Geheimnis versteckt sich in Janes Erinnerungen? Und wie weit können wir noch Mensch sein in einer entmenschlichten Welt?

Ein rasanter Science-Fiction-Krimi mit Humor, Tiefgang und einem überraschenden Plot-Twist.

Foto: Barbara Palffy

Die Figurentheater-Premiere ist inspiriert durch den 1968 erschienener Science-Fiction-Klassiker von Philip K. Dick „Blade Runner – Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ und dessen Verfilmungen. Anders als in den Filmen behandelt Regisseur Simon Meusburger mit Puppenbildnerin Soffi Povo und Puppenspieler Angelo Konzett die Frage des Romans, was Menschen zu Menschen macht, indem es die verschwimmende Grenze zwischen Menschen und Androiden in den Vordergrund stellt.

Durch den ganzen Roman hindurch sind prophetisch-parodistische Seitenhiebe zu spüren. Nicht nur durch die emotionale Verwicklung des modernen Menschen zum Tier, ohne einer tatsächlichen Besserung des Tierwohls, sondern auch des lebendigen, ‚echten’ Tieres als Statussymbol einer durch den Menschen zerstörten Welt ohne Lebensraum. Und auch die Abhängigkeit des sozialen Lebens vom virtuellen Metaverse wird satirisch hinterfragt.

Eine Buch-Rezension unseres Partners Ö1 vom 6. September 2021 von Julia Reuter finden Sie HIER.

 

Dauer: 70 Minuten
Premiere: 20. Oktober 2022
Termine & Kartenbestellung: 

 

TEAM:
Regie, Musik: Simon Meusburger
Spiel: Soffi Povo und Angelo Konzett
Puppenbildnerin: Soffi Povo
Bühne: Angelo Konzett
Kostüm: Lisa Zingerle
Ausstattung: Soffi Povo, Lisa Zingerle, Angelo Konzett
VR-Design: Mathias Hradescni & Olya Toltinova
Lichtdesign: Simon Meusburger & Marvin Schriebl
Produktionsleitung: Marvin Schriebl

Eine Produktion des Schubert Theater Wiens.
Unterstützt durch die Stadt Wien und das Bundesministerium BMKÖS.