Bitte wenden!

Österreich-Premiere des talentierten Schweizer Duos menze&schiwowa

27. April 2024, 19:30 Uhr
Kartenbestellung

In «Bitte wenden!» verbindet das Duo «menze&schiwowa» (Lucia Schneider-Menz und Julia Schiwowa) Musik, Text und ferngesteuerte Figuren zu einem abendfüllenden Musiktheater.

Die Bayerin Elfriede Karola Marianne Moosberger (menze) und die Schweizerin R. Lüthi (schiwowa) begegnen sich auf dem Sterbekongress «Schöner Sterben». Die eine verkauft Särge, die andere Grabreden. Die Bayerin isst Semmelknödl, die Schweizerin ist Erbin. Angeborener Stolz prallt auf geordnete Diskretion. Die Damen nähern sich an und gleichzeitig entpuppen die heimlich aus ihren Särgen herbeifahrenden Figuren «Tante Berta» und «die Blause» deren Schattenseiten.

Herzstücke sind die eigens geschriebenen Lieder mit hintergründigen, gesellschaftskritischen und originellen Texten. Traurig schöne Wahrsagermelodien, witzige G’stanzel und schwärmerische Chansonklänge treffen mitten auf den Platz der Seele. Angefangen ist nicht aufgehört und eingeschweizert ist nicht ausgebayert. Zum Lachen, Nachdenken, Staunen und Sich-Ertappen.

Mit auf der Bühne sind die ferngesteuerten Puppen Tante Bertha und Die Blause, ein Cello, ein Klavier und drei Fremdsprachen (Bayrisch, Hochdeutsch, Schweizerdeutsch).

MENZE&SCHIWOWA
Von und mit Lucia Schneider-Menz (Cello, Stimme, Klavier) und Julia Schiwowa (Stimme, Klavier).

Habsburger: A Liebeslied’l

Die Habsburg-Trilogie

Alles, was ihr schon immer über die Habsburger wissen wolltet? Nicht so ganz. Oder wusstet ihr etwa, dass Maria Theresia fast von einem Vampir gebissen wurde? Oder dass Kaiserin Elisabeth heimlich dem Stepptanz frönte? Ist das Geheimnis von Maximilian, dem letzten Ritter, bekannt? Wisst ihr, welche Verschwörungstheorien rund um Kronprinz Rudolf alle wahr sind? Und könnt ihr erahnen, in welchem nicht so fernen Jahr aus Österreich wieder eine Monarchie wird? Das Schubert Theater lädt zu einer Habsburg-Trilogie, in der Geschichte nicht nur neu interpretiert, sondern gänzlich neu geschrieben wird.

„A Liebeslied’l“ ist ein operettenhafter Totentanz voller Tragik und Witz, in dem Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera in ihrem Jagdschlösschen allabendlich ihre letzten Taten durchleben.

1889

Im Mayerlinger Jagdschlösschen hat sich eine Tragödie zugetragen. Umso schlimmer, dass es niemand bemerkt hat. So liegen die sterblichen Überreste von Kronprinz Rudolf und seiner letzten Geliebten Mary Vetsera seit geraumer Zeit unentdeckt auf dem Bett. Täglich zur besagten Unglücksstunde erwachen sie aus ihrem Todesschlaf und sind dazu verdammt, ihre letzten Minuten immer wieder aufs Neue nachzuspielen. Daraus entspinnt sich ein operettenhafter Totentanz voll Tragik und Witz. Wie kann der Fluch gebrochen werden?

Kritiken

„Mit so manchen Anleihen bei der Wirklichkeit – bis zu Rudolfs Chauffeur, dem Fiakerfahrer Bratfisch und den vielen Grab-Umbettungen der Gräfin – gelingt es dem Trio Soffi Povo (von der auch die Puppen stammen), Markus-Peter Gössler (auch Komposition und musikalische Leitung) und Manuela Linshalm die Tragödie immer wieder zu einer Farce mit viel Raum und Zeit für herzhafte Lacher zu machen.“ (Heinz Wagner, KiJuKu)

„Hier werden abstruse Perspektiven und ungewöhnliche Sichtwechsel gefeiert, während hochkarätiges Figurentheater die Bühne beherrscht. Das Puppenspiel verleiht dieser Geschichte eine ganz neue Dimension – es schafft eine gewisse Distanz durch die Verwendung von Puppen, gleichzeitig aber auch eine dichte, fesselnde Atmosphäre.(…) Die Entwicklung des Stücks führt zu einem Totentanz voller Tragik und Witz, der die letzten Minuten des Habsburgerreiches in einem neuen Licht zeigt, ohne die historischen Fakten zu vernachlässigen. (Donaukanal TV)

 

Dauer: ca. 95 Minuten
Uraufführung: 18. April 2024, 19:30 Uhr
Weitere Termine folgen und werden zeitnah im Spielplan veröffentlicht.
Überblick aller Teile der Habsburg-Trilogie.

 

 

Team

Mit:  Soffi Povo, Markus-Peter Gössler & Manuela Linshalm
Regie: Simon Meusburger
Text: Stephan Lack
Komposition & musikalische Leitung: Markus-Peter Gössler
Puppen: Soffi Povo
Kostüm, Bühne & Ausstattung: Lisa Zingerle
Bühne: Angelo Konzett
Licht & Technik: Simon Meusburger, Marvin Schriebl
Playback: Terry Chladt
Trailer, Bühnen- & Ausstattungsassistenz: Julie Dadsétan
Produktionsleitung: Lisa Zingerle
Fotos: Barbara Palffy

Inhaltshinweis: Gewalt (Schusswaffe), morbider Humor

Eine Produktion des Schubert Theater Wiens. Unterstützt durch

Future Lab 2024

31. Jänner – 12. Februar 2024

Seit einigen Saisonen setzen wir uns im Schubert Theater gezielt mit technologischer Evolution an und für das Theater auseinander. Um dieses aktuelle Spannungsfeld unter die Lupe zu nehmen, veranstalten wir über zwei Wochenenden im Februar 2024 unser 3. Future Lab, das als Versuchsraum und Beobachtungsplattform dienen soll. Mit analogen und digitalen Aufführungen wird gezeigt, wie weit Kunst und Technologie sich näher kommen und mit Kultur verbinden lassen. Künstliche Intelligenzen und Androide, Produktionen von und mit Robotern, Installationen im digitalen und öffentlichen Raum, oder Online-Premieren und virtuelle Theatererlebnisse werfen faszinierende Fragen und Erkenntnisse auf, über die gemeinsam mit Künstler*innen und Expert*innen bei den Future Talks diskutiert werden. Eine Programmpräsentation findet im Jänner 2024 online statt.

Ticketreservierung über den Spielplan möglich


Programm:

Do-Sa 31.01.-03.02., 18 & 21 Uhr:
ONCE UPON UNSTEADY GROUNDS
von
gold extra im digitalen Foyer der ARGEkultur Salzburg (nur online, begrenzte Ticktes á 4 Euro!)

Sa 03.02., 15:30 Uhr:
Future Talk I: Kunst im digitalen Raum
mit Kunst-Kollektiv gold extra (Reinhold Bidner, Sophia Reiterer, Karl Zechenter), Sebastian Linz (künstlerische Leitung ARGEkultur Salzburg) und Ilkhan Selçuk (new media artist, 10lcr).
Live im Schubert Theater zu sehen, Zusammenschnitt auf Youtube nachzusehen

So 04.02., 16, 17 & 18 Uhr:
Vernissage Virtuelles Puppenmuseum
Desktop- und VR-Führungen

Do 08.02., 19:00 Uhr:
Future Talk II: Mondlandung für den Homo Cyber
mit Univ.Prof. Dr. Peter Reichl (Informatik) und Litto (künstlerische Leitung) & Jascha Ehrenreich (Programming) von The Artificial Museum

Sa 10.02., 18-20 Uhr:
Projektpräsentation Aaron Swartz’ Manifest mit The Artificial Museum
Sa 10.02., 20 Uhr:
Screening
An Internet’s Own Boy

So 11.02., 18 Uhr:
Blade Runner – Das Märchen Mensch
Analoger Sci-Fi-Klassiker mit virtuellen Puppen und überraschendem Plot-Twist

Mo 12.02., 18 Uhr:
Projektpräsentation VDonaukanal
von Stephan Rabl (künstlerische Leitung) und Prof. Markus Wintersberger (digitale Leitung)
Mo 12.02., 18:30:
Future Talk III: Digitale Kunst im öffentlichen Raum
mit Markus Wintersberger, Stephan Rabl, Romana Rotschopf (kultureins), Brigitte Niederseer (Kultur im 9.), Cornelia Offergeld (Kuratorische Leiterin von KÖR Wien), Dagmar Schürrer (Digitalkünstlerin, Berlin)
Mo 12.02., 20:00 Uhr:
Blade Runner – Das Märchen Mensch
Analoger Sci-Fi-Klassiker mit virtuellen Puppen und überraschendem Plot-Twist

Gestartet wird mit dem Online-Theater am 31. Jänner 2024 “Once Upon Unsteady Grounds” der Gruppe gold extra in Kooperation mit der ARGEkultur Salzburg und dem Schubert Theater Wien. In der online experience begleitet das Publikum die Tanzkünstlerin Mara Vivas durch Schrecken und Wunder in der berührenden und fesselnden Geschichte ihrer Reise nach Europa. Die “Docuscape” ist eine künstlerische Form, an der gold extra derzeit forscht: ein dokumentarischer virtueller Spielraum, in dem unterschiedliche inhaltliche und formale Aspekte von Recherchen in virtuellen, interaktiven Rauminstallationen miteinander vernetzt und in Verbindung gebracht werden. Ein Ticket für die Performance kostet nur 4 Euro, und zusätzlich werden vom Schubert Theater über social media und Ö1-Intro Karten verlost – folgt uns, um das Gewinnspiel nicht zu verpassen!

Die Docuscape-Experience von gold extra in Kooperation mit der ARGEkultur Salzburg

Das Online-Theaterstück wird im digitalen Foyer der ARGEkultur Salzburg auf der Plattform Mozilla Hubs präsentiert und ist jeweils nur für sechs Publikumsgäste. Sebastian Linz, künstlerischer Leiter der ARGEkultur, und das Team von gold extra werden gemeinsam mit Ilkhan Selcuk und Lisa Zingerle vom Schubert Theater beim Future Talk I über Kunst im digitalen Raum am Samstag, 3. Februar 2024, sprechen.

Die Plattform Mozilla Hubs beherbergt auch das virtuelle Puppenmuseum des Schubert Theaters, in dem es auch dieses Jahr neue Räume zu den Figurentheater-Produktionen der Wiener Puppenbühne zu entdecken gibt. Das Direktionsteam Simon Meusburger und Lisa Zingerle laden zu digitalen Museumsrundgängen von zu Hause aus am Desktop und auch mit VR-Brille vor Ort im Schubert Theater am Sonntag, 4. Februar 2024, bei freier Spende ein.

Was an Menschsein im Rausch der Digitalisierung übrig bleibt verhandelt der Wiener Universitätsprofessor Dr. Peter Reichl in seinem 2023 erschienenen Buch „Homo Cyber – Bericht aus Digitalien“. Beim Future Talk II Mondlandung des Homo Cyber am 8. Februar, 19 Uhr, wird er uns die „antikopernikanische Revolution“ erklären und gemeinsam mit der künstlerischen Leitung Litto und dem digitalen Poeten hinter den Codes Jascha Ehrenreich vom Artificial Museum ausloten, was digitale Kunst für das Menschsein bedeutet.

Das Artificial Museum expandierte 2023 mit virtuellen Artefakten auf den Mond.

Das Artificial Museum ist Vorreiter von Augmented Reality-Kunstwerken im öffentlichen Raum, und hat bereits seit 2020 Künstler*innen ermöglicht, ihre Werke als digitale Artefakte zu einem permanenten Teil der jeweiligen Stadtkultur verwachsen zu lassen. Das gemeinsame Projekt mit dem Schubert Theater über Aaron Swartz und sein Open Access Manifesto wird nach der erfolgreichen Präsentation bei der Ars Electronica am Samstag, 10. Februar, ab 18 Uhr final in Wien gezeigt. Wer mit dem Leben und Werk des Internet-Pioniers und Hacktivisten nicht vertraut ist, kann sich am gleichen Abend um 20 Uhr die Dokumentation “The Internet’s Own Boy” im Schubert Theater ansehen. Beide Events sind bei freier Spende zu besuchen.

Installation vom Schubert Theater, Artificial Museum und Hideo Snes bei der Ars Electronica 2023

Ist das Artificial Museum weltweit unterwegs, tut sich auch auf den Promenaden Wiens was rund um digitale Kunst: Mit VDonaukanal gibt es ab 2024 ein neues Projekt mit Mission, den Donaukanal mit virtuellen Realitäten zu erweitern und so eine Kunstplattform zu entwickeln, die das Zusammenspiel von digitalem und analogem Leben fördert und eine Galerie ohne Wände am Smartphone bietet. Nach einer Projektpräsentation am Montag, 12. Februar unterhalten sich das künstlerische und digitale Leitungsteam Stephan Rabl und Prof. Markus Wintersberger sowie weiteren Gäste wie Romana Rotschopf von kultureins und Brigitte Niederseer von Kultur im 9., Cornelia Offergeld, Kuratorische Leiterin von KÖR Wien, und Digitalkünstlerin Dagmar Schürrer aus Berlin im Future Talk III über Digitale Kunst im öffentlichen Raum

Am Donaukanal kann man bald auch virtuelle Kunst entdecken. Sketch von Markus Wintersberger

Ein erster Entwurf von Dagmar Schürrer für das Hedy Lamarr Augmented Reality Erlebnis am Donaukanal.

Außerdem wird auch ein beliebtes, hausinternes best-practice-Beispiel von digitaler Technologie in Theaterstücken gezeigt: In Blade Runner – Das Märchen Mensch nach dem Roman von Philip K. Dick werden die ersten rein virtuellen Puppen des Schubert Theaters von menschlichen Androiden gesteuert und die digitale Welt in Echtzeit dem Publikum auf die Bühne projiziert. So kompliziert es klingt, so organisch und sinnvoll fühlt sich die Umsetzung an – schließlich wurde die Produktion unter die Top Ten Theaterstücke 2023 der Wiener Wochenzeitung Falter gewählt.

Für das Future Lab wird es von Ö1-Intro einen Beitrag geben. Das Schubert Theater bietet als Kooperationspartner Ermäßigungen für Blade Runner für Ö1-Intro-Clubmitglieder an.