Jubiläum

20 Jahre Schubert Theater – das sind zwei Jahrzehnte voller Spielfreude, Neugier und schließlich die Entdeckung der Leidenschaft für eine ganz besondere Kunstform: Figurentheater für Erwachsene. Was 2006 als mutiger Anfang mit Schauspiel auf einer der vielen Off-Bühnen Wiens begann, ist heute ein Theater mit unverwechselbarer Handschrift – ein Ort, an dem darstellende und bildende Kunst verschmelzen und lebendig werden, Geschichten und Historie eigene Körperlichkeiten entwickeln und Figuren und Menschen sich zwischen Poesie, Humor und Tiefgang entfalten.

Seit 20 Jahren loten wir aus, was Theater alles sein kann: sinnlich, klug, überraschend und immer nah am Publikum. Dieses Jubiläum ist für uns vor allem ein Anlass, Danke zu sagen: an alle Wegbegleiter*innen und an unser Publikum, das diesen Weg mit uns geht und ihn jeden Abend aufs Neue lebendig macht.

Seit all den Jahren wird das Schubert Theater von außergewöhnlichen Weggefährt*innen geprägt, die mit ihren unverwechselbaren Handschriften diesen besonderen Ort mitformen – so auch in der Jubiläumssaison. Regisseurin Martina Gredler verbindet harte Realität mit feinem Humor und gesellschaftlichem Gespür, während Christoph Bochdansky das Haus mit seinen eigensinnigen, tiefgründigen und zugleich verspielten Figurenuniversen bereichert. Christine Wipplinger steht für präzise, starke Theaterarbeiten zwischen Literatur und Figurenspiel. Mit ihrem Regie-Debüt erweitert nun auch Manuela Linshalm den künstlerischen Kosmos des Hauses um neue Perspektiven. Gemeinsam mit dem Direktionsteam Simon Meusburger und Lisa Zingerle, die das Schubert Theater mit Mut, Schmäh und Neugier kontinuierlich weiterentwickeln, entsteht ein Theaterraum, der von Begegnungen, Vertrauen und gemeinsamer Leidenschaft lebt.

Ein großer Dank gebührt Nikolaus Habjan, der dem Schubert Theater das größte Geschenk gemacht hat: die lebensgroßen Klappmaulpuppen. Mit ihnen hielt eine völlig neue Form des Spiels auf hohem Niveau Einzug – direkt, verletzlich, grotesk und zutiefst menschlich zugleich. Diese Puppen haben nicht nur die Bühnenstücke verändert, sondern sich in die Herzen des Publikums gespielt und das Schubert Theater entscheidend mitgeprägt. Bis heute steckt in ihnen jene besondere Mischung aus Kunstfertigkeit, Abgrund, Humor und Menschlichkeit, die das Haus auszeichnet.

Nach den prägenden Arbeiten von Nikolaus Habjan entstanden mit Claudia Six, Annemarie Arzberger und Soffi Povo weitere Figurenwelten voller Charakter, Ausdruckskraft und handwerklicher Raffinesse. Auch Manuela Linshalm, Lisa Zingerle, Melanie Möhrl und Marianne Meindl entwickelten Kreationen, die den unverwechselbaren Kosmos des Hauses erweiterten. Gemeinsam formten sie jene besonderen Wesen, die im Schubert Theater weit mehr sind als Requisiten: eigenwillige Persönlichkeiten, denen eine Seele eingehaucht wird durch geschicktes und präzises Spiel von Manuela Linshalm, Markus-Peter Gössler, Angelo Konzett, Soffi Povo und vielen weiteren talentierten Puppenspielenden.

Besonders freut es uns auch, dass wir in all den Jahren mit Unterstützung der Kulturkommission Alsergrund viele renommierte Künstler*innen oft zum ersten Mal in Österreich präsentieren konnten. Von den heimischen Kolleg*innen spitzwegeriche, Rebekah Wild und Bizarres Figurentheater zu internationalen Größen wie Neville Tranter oder Matija Solce, von Sofie Krog bis Ariel Doron, und heuer Yael Rasooly.

Und weil die schönste Art zu feiern das Weiterspielen ist, blicken wir voller Vorfreude nach vorn. Auf ein Jubiläum und auf viele weitere Jahre Schubert Theater – und auf alles, was wir gemeinsam noch entdecken werden.

 

SAISONÜBERBLICK
Pressekonferenz: tba, September 2026
Graf Lustig: Premiere 2. Oktober 2026
Uraufführung, Regie: Manuela Linshalm, Spiel: Angelo Konzett
Macbeth: Premiere 26. November 2026
Premiere, Textfassung & Ausstattung: Christoph Bochdansky, Regie: Simon Meusburger, Spiel: Markus-Peter Gössler, Soffi Povo & Stefanie Elias
Alle Linien führen nach Wien (Arbeitstitel): Premiere 11. Feb 2027
Uraufführung, Regie und Fassung: Martina Gredler, Spiel: Markus-Peter Gössler, Andrea Köhler, tba
Edith & Me von Yael Rasooly, Österreich-Premiere (Gastspiel)
Die Welt ist ein Würstelstand II (Arbeitstitel): Premiere 7. April 2027
Uraufführung, Idee & Konzept: Manuela Linshalm & Stephan Lack, Regie: Christine Wipplinger, Spiel: Manuela Linshalm & Angelo Konzett, Bühne: Marlene Lübke-Ahrens, Musik & Licht: Simon Meusburger, Regieassistenz: Julia Braunegger
Uraufführung Jubiläum-AR-Spaziergang für die Figur: Premiere 29. Mai
Mit Augmented Reality durch die Geschichte vom Schubert Theater Wien

Repertoire:
Was geschah mit Baby Jane?, Die Welt ist ein Würstelstand, Die Gesichter der Hedy Lamarr, Habsburg-Trilogie, Faust – Der Tragödie Allerlei, Schuberts Schweigen, Circus Archetypus, Die Abenteuer des braven Soldaten Švejk, Processing Pinocchio, Geister in Princeton

JUBILÄUM SPECIAL EVENTS
Künstler*innengespräche
In der Jubiläumssaison laden wir zu besonderen Künstle*rinnengesprächen ein: intime Begegnungen mit Regisseur*innen, Puppenbildnerinnen, Spieler*innen und Weggefährt*innen des Hauses. Dabei geht es nicht nur um spannende Hintergründe zu den Produktionen und ihre Entstehungsgeschichten, sondern auch um jene kleinen Momente hinter den Kulissen, die oft genauso erzählenswert sind wie die Stücke selbst – von missglückten Puppenexperimenten über spontane Bühnenkatastrophen bis zu den absurd-komischen Zufällen, aus denen große Theaterabende entstehen. Persönlich, humorvoll und voller Einblicke in 20 Jahre Schubert Theater.

Theater ohne Geld & 20 Jahre 20 Euro-Abende
Seit 20 Jahren glauben wir daran, dass Theater ein Ort der Begegnung für alle sein soll – unabhängig vom Geldbörsel. Deshalb widmen wir der Jubiläumssaison besondere Abende des gemeinsamen Teilens: Bei zwei „Theater ohne Geld“-Vorstellungen wird nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Tauschgeschäften und Dingen, die dem Theater und seinem Ensemble Freude oder Nutzen bringen. Vom selbstgebackenen Kuchen bis zur praktischen Werkzeugkiste ist vieles möglich – für Ratlose gibt es eine Wunschliste des Hauses für die gespendet werden kann. Zusätzlich feiern wir 20 Jahre Schubert Theater mit acht weiteren Abenden zum Einheitspreis von nur 20 Euro pro Karte – weil große Theatererlebnisse nicht unbezahlbar sein müssen.

K&K-Kombi-Ticket

2 + 1 gratis

Mit dem K&K-Kombiticket wird der Mai zur kaiserlichen Festspielzeit. Wer sich der Habsburg-Trilogie hingibt, darf gleich dreifach genießen: zwei Tickets zahlen, das dritte gibt’s gnädigst dazu. Mehr Monarchie war selten so erschwinglich – und so unterhaltsam.

Um in den Genuss der Aktion zu kommen, reservieren Sie für alle Vorstellungen Ihre gewünschten Sitzplätze und holen am 11. Mai alle Tickets an der Abendkassa ab.

MO 11. Mai 2026, 19:30 Uhr: Habsburg: A Liebeslied’l

MI 13. Mai 2026, 19:30 Uhr: Habsburg: A Trauerspü‘

FR 22. Mai 2026, 19:30 Uhr: Habsburg: A Vampirg’schicht

Weltberühmtes Streichquartett sucht…

Die wundersame Welt der Bratsche

Die ehemalige Solobratschistin der Berliner Philharmoniker Danusha Waskiewicz und ihre MitmusikerInnen Klaus Christa, Guy Speyers und İmgesu Tekerler entführen in die wundersame Welt der Bratsche – jenes Instruments, dem sich unzählige Witze widmen, völlig zu Unrecht natürlich.

Die Reise in „Die wundersame Welt der Bratsche“ beginnt mit einer unscheinbaren Annonce, die zu den Klassikern des Bratschenwitzes gehört und die ein Körnchen Bratschenwahrheit in sich trägt: Weltberühmtes Streichquartett sucht 1. Violine, 2. Violine und Violoncello.

Durch diese Anzeige entwickelt sich ein irrwitziges Casting, am Ende zerbrechen alle Träume von einem weltberühmten Streichquartett- übrig bleibt ein…. Bratschenquartett.  Ein Abend zwischen Virtuosität und augenzwinkerndem Humor.

Mit feinem Witz, szenischem Spiel und musikalischer Exzellenz bringen die vier Künstler:innen ihr Publikum zum Staunen und Lachen. Ob als absurde Casting-Show eines „weltberühmten Streichquartetts“ oder als virtuose Reise durch Werke von Haydn, Bach, Hindemith und anderen – dieser Abend zeigt, wie nah Leichtigkeit und Tiefe beieinander liegen können.

Ein humorvolles Plädoyer für ein Instrument, das zu Unrecht unterschätzt wird – charmant, virtuos und ein wenig melancholisch- einfach wundersam.

Die Viola-Self-Help-Group:
Danusha Waskiewicz, Viola
Klaus Christa, Viola
Guy Speyers, Viola
İmgesu Tekerler, Viola

Einmalig am 4. Mai zu sehen.

Stellenausschreibung – Theatertechniker:in

25 h Teilzeit / flexibel

Das Schubert Theater Wien ist ein freies Theater in Wien mit Eigenproduktionen und Gastspielen im In- und Ausland. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine engagierte Person im Bereich Theatertechnik.

Deine Aufgaben

  • Auf- und Abbau von Produktionen (Bühnenbild, Technik, Ausstattung)
  • Technische Einrichtung von Produktionen (Licht, Ton, Projektion)
  • Einleuchten von Stücken sowie technische Vorbereitung von Proben und Vorstellungen
  • Abendspielleitung und technische Betreuung von Vorstellungen
  • Bedienung von Licht-, Ton- und Projektionstechnik während der Aufführungen
  • Technische Betreuung von Gastspielen im Haus sowie unseren Eigenproduktionen auf Tour (Anpassung der Produktion auf verschiedene Bühnengrößen und -gegebenheiten)
  • Mitwirkung bei der Planung und Organisation technischer Abläufe

Was wir uns wünschen

  • Selbstständige, strukturierte und verantwortungsvolle Arbeitsweise
  • Fähigkeit zur eigenständigen Planung von Arbeitsabläufen
  • Offene, klare Kommunikation im Team
  • Zuverlässigkeit und Flexibilität (bei Abend- und Wochenenddiensten)
  • Interesse an Theaterarbeit und Freude an technischen Prozessen

Idealerweise erste Erfahrung im Bereich Veranstaltungstechnik oder Theater (kein Muss)

Was wir bieten

  • Ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld in einem freien Theaterbetrieb
  • Mitarbeit an spannenden Produktionen und Gastspielen
  • Ein kleines, kollegiales Team mit flachen Hierarchien
  • Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen
  • Tätigkeiten sowohl in Wien als auch im Rahmen von Tourneen

Bewerbung

Wir freuen uns über deine Bewerbung (kurzes Motivationsschreiben + Lebenslauf) an:
info@schuberttheater.at

DIE BLUMEN DES WOLFS

Eine Bewusstseins-Farce

Wo ist unser Bewusstsein, wenn es mal von uns Ruhe haben möchte?
Langwierige, komplizierte Forschungen waren endlich erfolgreich und geben uns erstmals Antwort auf diese Frage in „Die Blumen des Wolfs“. Die neue Produktion von Christoph Bochdansky führt uns in den Wald und lässt uns die Flower Power des Wolfs erleben.

Jeden Tag erleben wir im Traum, wie unser Bewusstsein uns eine andere Art der Selbstwahrnehmung anbietet. In der Regel lehnen wir dieses Angebot ab, aber in „Die Blumen des Wolfs“ wird dieses Angebot ernst genommen. Das Stück gewährt einen Einblick in den „Wald der bewusstseinsverändernden Vorkommnisse“. Wir sehen einen Mann auf einer Bewusstseinsreise, der mit dem Auftrag, er soll tun, was man ihm sagt, hierhergekommen ist. Anhand des Märchens vom Rotkäppchen, dem seine Mutter den Auftrag gibt: „Sei artig und weich nicht vom Wege ab“ soll festgestellt werden, ob nur der gerade Weg der richtige ist, oder ob nicht die Umwege erst ein interessantes Leben ermöglichen. Jedoch wir befinden uns im „Wald der bewusstseinsverändernden Vorkommnisse“ in dem alles möglich und nicht vom Weg abweichen keine Option ist. Der Bewusstseinsreisende wird von den Bewohnern wohlwollend empfangen wird aber sofort für ihre unterschiedlichen Interessen eingesetzt. Mr. Lucyinthesky, gibt ihm die Hauptrolle, Lisawetta seine Kollegin ist absolut dagegen, weil das Alter nicht stimmt, das wird von zwei Käfern kommentiert, die sich darauf in einen Diskurs über Jugendkultur und, ob man mit Love and Peace die Welt retten kann, verlieren.

Und der Wolf?

Er schwärmt von Blumen. Glaubt er denn, dass er der erste Hippie der Menschheitsgeschichte sei, sollte er sich nicht seinen angestammten Aufgaben des Fressen-und-gefressen-Werden widmen? Die Welt scheint aus den Fugen, all die Veränderungen, nichts bleibt, wie es war! Doch wir betrachten wir das mal gelassen und lachen darüber.

Selbstverständlich gerät die ganze Geschichte ins Wanken, da wir uns im Wald der bewusstseinsverändernden Vorkommnisse befinden. Aber was solls! In einer Zeit, in der viel über Krieg und wenig über Frieden berichtet wird, wäre doch Love and Peace dringend erforderlich, es ist nur eine Frage des Bewusstseins.

Christoph Bochdansky – Puppenspiel, Puppenbau, Text
Simon Meusburger – Regie
Soft Machine – Musik
Gregor Grkinic – Fotos

Premiere: 8. Juni 2026 (19.30 Uhr)
Weitere Spieltermine: 13., 22., 23. und 26. Juni 2026 (19.30 Uhr) 14. Juni 2026 (18.00 Uhr)