von Daniel Kehlmann
Mit “Geister in Princeton” bringen wir einen ebenso klugen wie berührenden Theatertext von Daniel Kehlmann erstmals als Figurentheater auf die Bühne. Im Zentrum steht das Leben des legendären Logikers Kurt Gödel – ein Genie, das mit seinen Unvollständigkeitssätzen die Grundfesten der Mathematik erschütterte und zugleich zeitlebens von Ängsten, Einsamkeit und Wahnvorstellungen begleitet war.
Kehlmanns Text bewegt sich zwischen historischen Fakten und metaphysischer Spekulation, zwischen biographischer Rekonstruktion und phantastischem Spiel. Die Inszenierung als Figurentheater erlaubt dabei eine besonders vielschichtige Annäherung an Gödels Innenwelt: Puppen und Schatten, Körper und Worte, Geist und Abgrund – all das verschmilzt zu einem Stück über Erkenntnis, Wahnsinn und die Sehnsucht, das Universum zu verstehen.
Im Zentrum von „Geister in Princeton“ steht eine der faszinierendsten und widersprüchlichsten Figuren des 20. Jahrhunderts: der Logiker Kurt Gödel. Das Stück beginnt an seinem Ende – bei der Trauerfeier 1978 in Princeton. Doch schnell löst sich die Zeit auf. Vergangenheit und Gegenwart durchdringen einander, Erinnerungen werden lebendig, Gedanken nehmen Gestalt an. Gödel selbst durchwandert all diese Ebenen, erlebt sich in einer Welt, in der Zeit, Raum und Wirklichkeit nicht mehr abgrenzbar sind, begleitet von seinem Alter Ego, seinem kindlichen Ich, von Lebenden wie auch Toten.
Es entsteht ein Theaterabend, der nicht nur die Biografie eines außergewöhnlichen Menschen erzählt, sondern auch die großen Spannungen seiner Zeit: zwischen Vernunft und Zweifel, Wissenschaft und Glauben, öffentlicher Rolle und privater Zerbrechlichkeit.
Eine berührende, skurrile und existenzielle Reise an die Grenze zwischen Wissen und Glauben – und ein Höhepunkt der Saison unter dem Zeichen der Transzendenz.
„Ich finde, dass historische Figuren mit Puppen noch lebendiger werden“, hält Manuela Linshalm fest. „Es ergeben sich so viele unterschiedliche Ebenen. Man kann sich entweder auf die Sprache konzentrieren, Dinge überzeichnen oder einzelne Charakteristika oder Sprechweisen herausheben.“ „Manuela ist beispielsweise ein unglaublich toller Einstein“, fügt Simon Meusburger, Leiter und Gründer des Schubert Theaters, lachend hinzu. (ganzes Interview mit Manuela Linshalm und Simon Meusburger von Sarah Wetzlmayr – Bühne Magazin)
Dauer: exklusive Pause 110 Minuten
Premiere: 11. April 2026
Weitere Termine folgen.
Mit:
Spiel: Manuela Linshalm & Angelo Konzett
Text: Daniel Kehlmann
Regie: Simon Meusburger & Manuela Linshalm
Puppenbau: Soffi Povo
Bühnenbau: Angelo Konzett
Lichtdesign: Simon Meusburger
Technik & Projektleitung: Maximilian Juch
Regieassistenz: Julia Braunegger
Fotos: Barbara Pálffy







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