Saison 2025-26

TRANSZENDENZ

Die Bühne als Portal, das Theater als Brücke in eine Welt jenseits der sichtbaren Realität: Mit der Saison 2025/26 laden wir unser Publikum ein, den Horizont des Alltäglichen zu überschreiten. Transzendenz ist unser Leitmotiv – die Suche nach Erfahrungen, die Zeit und Raum auflösen, um tiefere Wahrheiten über unser Menschsein zu offenbaren. In einer Welt, die von Fragmentierung und Entfremdung geprägt ist, möchten wir die verbindende Kraft der Kunst nutzen, um neue Perspektiven zu eröffnen und Räume für gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.

Saisonheft 2025-26 (PDF, Stand 20. Juni 2025)

Diesen Weg eröffnen wir mit einer musikalisch-theatralen Reflexion über Franz Schubert, Schuberts Schweigen. Sein Werk und hier besonders seine schöpferische Pause im Jahre 1826 stehen im Mittelpunkt einer einzigartigen Verschmelzung von Kammermusik und Figurentheater, die wir gemeinsam mit dem Epos:Quartett erarbeiten. Im Oktober nehmen wir unser Publikum in Circus Archetypus” mit auf eine artistische sowie poetische Reise inspiriert nach C.G. Jung, während der Dezember mit Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk eine satirische Reflexion über den absurden Ernst des Lebens bereithält. Gleichzeitig kehrt zum letzten Mal unsere beliebte „Puppen & Punsch“-Show zurück, die mit Witz und Wärme durch die dunklen Wintertage begleitet.

Doch Transzendenz bedeutet nicht nur Rückbesinnung auf Vergangenes, sondern auch die Erkundung neuer Grenzen: zwischen Realität und Virtualität, zwischen analogen und digitalen Welten präsentieren wir im Februar im Zuge unseres Future LABs eine weiterentwickelte Version von „Projekt Pinocchio“, einer KI-gestützten Theaterarbeit, die bereits 2019 mit GPT-2 begann und nun anhand aktueller Technologien mit neuen Prüfungen aufwarten kann. “Processing Pinocchio“ ist eine Reise durch die Entwicklung von KI, ein Märchen-Update, ein Schöpfungsritual und eine Einladung, über die Zukunft nachzudenken, die wir uns gerade selbst erschaffen. Zum Future LAB begrüßen wir best-practice Beispiele aus der Verschmelzung von Theater und Technologie, diesmal da TiB und total refusal mit „Let’s play I’m old and tired“ und zusätzlich bieten wir einen AR-Workshop des Artificial Museums an.

Rund um den Internationalen Tag des Puppenspiels am 21. März – aber auch zur transzendierenden Zeit des Frühlings – scheinen wir ein Licht auf das flirrende Hollywood als Sehnsuchtsort, Projektionsfläche und politisches Exil. Unser international gefeiertes Portrait Die Gesichter der Hedy Lamarr“ über das Wiener IT-Girl Hedwig Kiesler wird von einem besonderen Gastspiel der Compagnie Freaks und Fremde ergänzt: In Eisler – Lost in Hollywood steht der Komponist Hanns Eisler im Zentrum, Weggefährte Brechts und musikalischer Chronist des 20. Jahrhunderts. TIPP: Die Compagnie wird bereits im Oktober ihr erstes Gastspiel bei uns zeigen, Ein Hungerkünstler von Franz Kafka.

Mit der Premiere von Daniel Kehlmanns „Geister in Princeton im April tauchen wir in das rätselhafte Leben des Mathematikers Kurt Gödel ein, eine Welt, in der das Logische und das Mystische untrennbar verbunden sind. Ab 8. Juni steht uns eine besondere Gastspiel-Premiere ins Haus: Die neue Produktion von Christoph Bochdansky „Die Blumen des Wolfs führt uns in den Wald und lässt uns Blumen sehen. Spitzfindig nimmt uns Mr. Lucyinthesky, ein Bewohner des Waldes, mit auf einen Trip der besonderen Art bis wir uns fragten: War Flower Power eine Erfindung des Wolfes?

Für Juni ist auch der AR-„Spaziergang für Pinocchio“ geplant, der eine neue Dimension des Figurentheaters eröffnet. In einer interaktiven Erfahrung wollen wir unseren Figuren und Projekten in erweiterter Realität begegnen – auf einem Rundgang um unser Theater, der das Unsichtbare sichtbar macht. Für die erste Version werden wir die Kunstwerke des Workshops „Puppet to Pixel“ vom Future LAB aufbereiten, die sich rund um unsere Uraufführung „Processing Pinocchio“ gestaltet haben.

Unsere Saison 2025/26 ist eine Einladung zur Grenzüberschreitung – künstlerisch, gedanklich, emotional. Lasst uns gemeinsam das Theater als Ort der Transformation erleben und in eine Welt eintauchen, die über das Sichtbare hinausreicht. Als Saisonauftakt gibt es wie bewährt unser Saisoneröffnungsprogramm bei freier Spende am Freitag, 26. September 2025.

Wir freuen uns auf die Saison mit euch!

Premieren & Highlights:

12. September, Uraufführung: Schuberts Schweigen in Kooperation mit Epos:Quartett
26. September, Saisoneröffnung 2025-26: Transzendenz

10. & 11. Oktober, Gastspiel: Cie. Freaks & Fremde: Ein Hungerkünstler
27. Oktober, Uraufführung: Circus Archetypus – Im Schatten der Träume

4., 5., 6., 14., 22. Dezember, Derniere: Puppen & Punsch
8. Dezember, Derniere: Blade Runner – Das Märchen Mensch
9. Dezember, Musikalischer Adventkalender mit Bochdansky & Strottern: Best-off
18. Dezember, Premiere: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
28. Dezemeber: puppets on a swing

19.-22. Februar, Festival: Future Lab
Mit der Wien-Premiere von „Let’s play I’m old and tired“ von TiB & total refusal, einem AR-Workshop mit dem Artificial Museum und der Uraufführung von „Processing Pinocchio – Ein KI-Märchen 2.0“

März, Fokus: Hollywood im Exil
17. & 18. März, Wien-Premiere Gastspiel Cie. Freaks & Fremde: Eisler – Lost in Hollywood
21.-23. März, Die Gesichter der Hedy Lamarr

11. April, Premiere: Geister in Princeton

8. Juni, Uraufführung Die Blumen des Wolfs (Christoph Bochdansky)

 

 

wahnheit & wahrsinn

DER ABEND:
angenommen, wir wären imstande zu unterscheiden zwischen dem, was ist, & dem, was wir uns herbeifürchten & -fiebern … wie könnten wir die klarheit ertragen?

am besten wohl
barfuß auf der grünen wiese
mit tröpfchen auf der gänsehaut
& sonne warm am blanken bauch

ON STAGE:
Helene H. POINTNER – gesang
Alexander E. FENNON – gesang & gitarre

„barfuß auf der grünen wiese“ =:
2 stimmen, 1 gitarre und 1 gänseblümchen
ChanSongs-Lieder der alten schule (bis märz 1965, allerhöchstens)
texte aus der region (hier & jetzt)
& beides selbstgemacht !

unser angebot:
spaß für die ganze familie
trost für einsame herzen
entgiftungsbad für gebildete mittelschichten
& oberflächenglanz für alle, die tieferes nur wucki macht

Gastspiel im Schubert Theater Wien am 31. Mai 2025, 19:30 Uhr
2 sets à 45 min & pause dazwischen

Reservierung & Tickets

PAKT

Das Schubert Theater ist Teil von PAKT, einer Vereinigung öffentlich geförderter, gemeinnütziger Veranstaltungsbetriebe auf dem Gebiet der zeitgenössischen darstellenden Kunst in Wien.

Mit großem Respekt und freundschaftlicher Verbundenheit arbeiten die PAKT-Häuser seit vielen Jahren nebeneinander und sind stolz auf die inhaltliche und ästhetische Bandbreite der Wiener Szene.

Mit dem Abo KommPAKT! kann auch das Publikum günstig und niederschwellig einen Eindruck gewinnen: Sei neugierig und lass Dich überraschen, was Theater in Deiner Stadt alles kann! Fünf Vorstellungen in fünf unterschiedlichen Theatern für 75 Euro (50 Euro
ermäßigt). Jetzt informieren und buchen auf:
www.paktwien.at/abo

Die Ur-Venus

…oder „ur nicht die Venus“
Ein Stück über ein Fundstück von theater margret

Puppenspiel für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren, in deutscher Sprache sowie nonverbalem Spiel.

Die Venus von Willendorf ist eine kleine Venusfigurine, die vor etwas 30 000 Jahren angefertigt und Anfang des 20. Jahrhunderts in Niederösterreich wiederentdeckt wurde. Seit ihrer Ausgrabung 1908 beschäftigt sie eine Reihe Wissenschaftler*Innen, die herauszufinden versuchen, was diese „Venus“ für die Menschen der Altsteinzeit symbolisiert haben könnte. Dabei wurde die kleine, runde Figur Objekt einiger Missinterpretationen: Von einer prähistorischen Fruchtbarkeitsgöttin, über eine Art Ur-Mutter, bis hin zum Idol der Body-Positivity-Bewegung. In unserem Puppenspiel fragen wir uns, was die Venus von Willendorf zu all diesen Thesen sagen würde. Hätte sie eine Meinung zu all den Meinungen über sie? In Form einer Tischpuppe erwacht „unsere“ Venus aus ihrer Stein-Starre und bezieht Stellung.
Neben dem zentralen Element der Venus-Puppe, werden ihre drei Puppenspielerinnen auch als Schauspielerinnen fungieren und mit der Venus in einen Dialog treten.

… das sind: Gerda Pethke, Odile Pothier und Almut Schäfer-Kubelka. Gemeinsam haben sie 2023 das Stück „Die Ur-Venus“ erarbeitet, im Zuge ihres Studiums „Zeitgenössische Puppenspielkunst“ an der Hochschule Ernst Busch in Berlin.

Vorstellungen: 23. & 24. März 2025 beim Internationalen Figurenfestival
Dauer:
 ca. 45 Minuten
Team:

Idee, Text & Regie: Almut Schäfer-Kubelka 
Puppenbau: Odile Pothier
Es spielen: Gerda Pethke, Odile Pothier, Almut Schäfer-Kubelka
Sounds: Florian Feigl
Werkstätten: Ingo Mewes, Simone Pätzold
Venus-Stimme: Margret Wübbolt
Outside Eye: Naemi Friedmann, Kundry Reif, Markus Joss
Foto s/w: Florian Feigl
Fotos farbig: Barbara Braun

>> Kartenbestellung <<

Das Gastspiel ist möglich durch die Unterstützung von Kultur im Alsergrund.