Musik in der Pforte und das Schubert Theater entführen Sie zu einem einmaligen Theater-Konzert-Erlebnis: HAYDN – Die Musik aus mir lässt eines der größten Musikgenies aller Zeiten durch die Verschmelzung von Figurentheater und Kammerkonzert wiederauferstehen.
Wien, den 15. April 1803 – der Landschaftsmaler Albert Dies besucht den 72-jährigen Joseph Haydn, um ihn für ein Buchprojekt zu interviewen. Der Komponist erzählt die Geschichte seines Lebensweges, die uns animiert und uns Hoffnung macht: „Junge Leute werden an meinem Beispiel sehen können, dass aus dem Nichts doch etwas werden kann.“ Wenn Joseph Haydn uns in diesem Stück seinen bemerkenswerten Werdegang erzählt, erkennen wir, dass es manchmal ein Vorteil ist, auf sich selbst gestellt zu sein. Wir erfahren die Geheimnisse, die uns helfen, uns zu schöpferischen, selbstständigen und glücklichen Menschen zu entwickeln. Die universale Sprache von Joseph Haydns Musik zeigt uns: Wer in sich selbst beheimatet ist, dem ist die ganze Welt ein Zuhause.
In einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Nestroy-Preisträger Simon Meusburger und dem Kammerorchester „Musik in der Pforte“ ist ein bezauberndes Format entstanden: In einem Grenzgang zwischen Figurentheater und Konzert werden wir bisher unbekannte Perspektiven der sinnlichen Musikvermittlung erleben.
Haydn hat wie kein anderer Komponist vor ihm die symphonische Musik demokratisiert und befreit. Seine berühmten Quartette erzählen demnach viel mehr als den reinen musikalischen Genuss. Sie sind auch Zeugnis einer Welt, die sich vollkommen neu strukturiert und die im Umbruch war.
In dem Figurentheater HAYDN – Die Musik aus mir werden sowohl der junge Haydn als Kind, wie auch der gereifte Komponist als Figuren wiederauferstehen. Die Musik wird als Allegorie mit Haydn in Kontakt treten, um diese vollkommene Art der Kommunikation sichtbar und begreifbar zu machen.
Regie: Simon Meusburger
Puppenspiel: Manuela Linshalm, Christoph Hackenberg, Andrea Köhler, Angelo Konzett
Puppenbau und Ausstattung: Claudia Six, Lisa Zingerle
epos: quartett: Christine Busch (Violine), Verena Sommer (Violine), Klaus Christa (Viola), François Poly (Violoncello)
Buch: Simon Meusburger, Bianca Meusburger-Waldhardt
Assistenz: Sandra Aargoubi
Fotos: Barbara Palffy
Eine Koproduktion von Musik in der Pforte und des Schubert Theaters.
Eine dramatische Weltordnung für Maschinen, eine Puppe und einen Menschen.
«Könnte eine Maschine denken? – Könnte sie Schmerzen haben? Nun, soll der menschliche Körper so eine Maschine heißen? Er kommt doch am nächsten dazu, so eine Maschine zu sein.» (Ludwig Wittgenstein)
Wie verhalten wir uns im verworrenen Schöpfungsspiel aus Erschaffung, Welt, Mensch, Gott, Technik, Natur? Wer schafft die Maschine… die Weltmaschine?
Der Mensch erschafft sich selbst. Der Mensch nimmt die Welt(-maschine) in Betrieb und fängt sich selbst damit. Die Maschine zwingt den Menschen zur Bewegung, zum Erschaffen, zum Erfinden. Die Weltmaschine wird immer lauter und unerträglicher. Eine lärmende, ratternde, knarzende, quietschende Welt.
Aber ist uns der fremde, der andere, der ferne Mensch eine Puppe, eine Maschine – Teil eines Funktionssystems, derselben Weltmaschine? Wo ist der Platz des gesichtslosen Menschen? Die Maschine ist unser Bangladesch.
Vielleicht werden es immer mehr Maschinen. Aber sind sie überhaupt hilfreich? Ab wann beginnt der Mensch sich mit den Maschinen zu identifizieren?
Wunschmaschine. Kriegsmaschine. Liebesmaschine.
Was produzieren sie eigentlich? Und was ist die Arbeit des Einzelnen überhaupt wert?
Der Abend folgt einer Einschreibung in eine Logik des Maschinellen. Neuschaffung und Reproduktion werden in der Triade zwischen Mensch, Puppe und Maschine eng aneinander geknüpft, Fäden spannen sich zu Netzen, Reißleinen innerhalb des Systems.
Die Puppe verkörpert einen Kreuzungspunkt in diesen Welten. Produziert um gespielt, in Betrieb genommen zu werden, anorganisch und doch nie automatisch. Die maschinelle Planbarkeit erschöpft sich im menschlichen Handeln.
So wie für Heidegger das Kunstwerk paradigmatisch eine Welt aufstellt, so stellen sich im Theater der Dinge die Figuren ihre Welt aus und um, in und aneinander. Verrücken, verschachteln, verbauen, (v)erschaffen Puppen, Mensch, Maschine. Bedient der Mensch noch die Maschine oder ist er(?) Teil des maschinellen Systems? Ist der Mensch eine Maschine? Wohin wenden sich die Puppen? Frisst die Maschine den Menschen?
(c) Aron Kitzig
Die „Erschaffung der Welt“ baut sich aus verschiedensten Schöpfungsmythen und philosophischen Texten über Maschinen, Globalisation, Arbeit und andererseits eigenen Texten eine dramaturgische Weltmaschine. Ein automatisiertes System aus Funktionen, Zusammenhängen, Brüchen, welches über uns hinauswächst, in Bann nimmt und vereinnahmt.
„So treiben wir ein artiges Spiel: Aus der Welt entwickelt sich der Mensch, aus dem Menschen die Welt; Gott schafft den Menschen und der Mensch schafft Gott.“ (Edmund Husserl: Logische Untersuchungen)
Premiere: 03.12.2016
Konzept, Regie: Marie Steiner
Bühnenmaschinerie: Carolyn Amann, Aron Kitzig, Marie Steiner
Puppen: Claudia Six
Weltmaschinistin: Katharina Paul
Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.
29.11.2020, Konzert Worst of Jana & die Piraten
Die mächtigste Soforthilfe gegen Herbstdepression, Ohnmachtsgefühle und politisches Totalversagen! Mit Akkordeon, Geige und Gitarre lehnen Jana, Leo und Ludwig sich mal wieder zu weit aus dem Fenster und spielen im freien Fall ihre albernsten, fröhlichsten Gassenhauer. Mit diesem trashigen Konzert feiert das Wiener Irrenhauspop-Trio sein 10-jähriges Jubiläum.
Seemannspunk war gestern! Jana & Die Piraten treiben mit Quetschn, Geige und Gitarre den Irrenhauspop auf die Spitze. Ihre Waffen: Russische Gangsterlieder, romantische Todesmärsche und politische Okkult-Walzer. Ihr Auftrag: Eure Seelen zu bedienen.
Deutschsprachige Lieder zwischen Jahrmarkt, Dada und Abgrund. 2010 in einem Wiener Nachtlokal gegründet, erzählt das gut gekleidete Trio seither von bizarren Erlebnissen auf See, zeigt gefährliche Kunststücke und zelebriert seine vier Musikstile – ernst, bierernst, horrorzirkus und lustig. Romantische Seemannswaisen treffen Wiener Akustikpunk und russische Folklore: Endlich auch im Schubert Theater!
Ludwig Klossek (DE) – Geige, Gesang Jana Schulz (RUS) – Akkordeon, Gesang Leo Taschner (AT) – Gesang, Gitarre
Jana Schulz ist als Komponistin und Live-Musikerin an laufenden Schuberttheaterinszenierungen beteiligt (Akkordeon bei PARTERRE-AKROBATEN und BERLIN ALEXANDERPLATZ, Harfe bei DER KRIEG MIT DEN MOLCHEN).
T H E A T E R ::: Wilde & Vogel (Leipzig) und Christoph Bochdansky (Wien) in Koproduktion mit dem FITZ! Stuttgart , dem Hessischen Landestheater Marburg und dem Westflügel Leipzig ::: Spiel & Ausstattung: Christoph Bochdansky, Michael Vogel ::: Musik: Charlotte Wilde ::: Entwicklungshilfe: Gyula Molnàr ::: Dramaturgische Mitarbeit: Janne Weirup
Kommen Sie! Und sehen Sie, was Sie noch nie gesehen haben! Wagen Sie einen abgründigen, irisierenden und verspielten Blick in das Genie hinein. Folgen wir den Musen und den Geistern und fragen sie, wie es denn kommt, dass sie den Einen so reich beschenken und so viele von uns nicht in solche Höhen heben. Denn gehoben wollen wir auch sein, Genie sein wollen auch wir.
Getragen von dem Meister Johann Sebastian Bach rasen wir vorbei an der Psychoanalyse Dr. Siegmund Freuds hin zu den schaurigen Kriegsapparaten Leonardo da Vincis. ES, ICH und ÜBERICH tanzen ein tragisch-komisches Tänzchen. Doch wo liegt es verborgen, das Genie?
Christoph Bochdansky und Wilde&Vogel fragen in ihrer dritten gemeinsamen Produktion danach, wo uns die Faszination und die Suche nach dem Genie hinführen. Dazu begeben sie sich auf einen theatralen Roadtrip: Abfahrt Bühne – Endstation Hölle. Schwungrad, das dieses Theatermaschinchen antreibt, ist die 1910 von Siegmund Freud verfasste Studie „Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci“, die er später einmal als »die einzig hübsche Sache« die er je geschrieben habe bezeichnete. In dieser Studie analysiert er Leonardo und erklärt woher sein Forscherdrang, die Entwürfe zu Flugapparaten und das Lächeln der Mona Lisa kommen.
»O Schläfer, was ist Schlaf? Der Schlaf gleicht dem Tod. O warum machst du also nicht ein solches Werk, dass du nach dem Tod gleich einem vollkommenen Lebenden wirst, anstatt schon bei Lebzeiten im Schlaf den bedauernswerten Toten zu gleichen?« (Leonardo da Vinci)
Schaurig geht es bei unserem kleinen Puppen-Herbst-Festival zu: mit dem FESTIVAL DES TODES zeigen wir zu Halloween, Allerseelen und Allerheiligen drei Stücke für die dunkle Jahreszeit.
Mama Fortuna ist in der Stadt!
Lauscht ihr im Zwiegespräch mit den Verstorbenen, seht eure Zukunft vor euch ausgebreitet, stellt euch euren schlimmsten Ängsten und Alpträumen!
Handlesen ° Seancen ° Karten legen ° Rat in Liebesangelegenheiten ° Glücksbringer/Schutzamulette gegen böse Geister und weltliches Unglück
Werdet Zeuge dieser alten mystischen Kraft! Besucht Mama Fortuna!
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