Die Nacht, großzügig wie sie nun mal ist, beschenkt uns Tag für Tag mit ihrer Dunkelheit. Sie gibt uns Schlaf, und der verzaubert uns mit seinen Träumen. Sie nimmt uns die Klarheit und schärft damit den Blick für´s Unwesentliche und verführt zu ungeahnten Betrachtungen. Haben Sie das alles schon bedacht, wo Sie sich doch Nacht für Nacht in solch eine Verkettung der Verführungen begeben?
Wir lassen Sie nicht allein!
Nachtgesänge bringt Szenen und Lieder, um die Geheimnisse der schwarzen Luft zu entschlüsseln, ja selbst gefährliche Zaubertricks werden nicht vermieden! Denn eines ist sicher: Wieder und wieder sinket sie mit leisen Lüften nieder und legt die Menschen in ihr täglich Grab…
Christoph Bochdansky – Puppenspiel, Erzähler,
Klemens Lendl – Gesang, Geige,
David Müller – Gesang, Gitarre, Harmonium
Pantomime Performance – 10 verschiedene Begegnungen zwischen einem Mann und einer Frau.
„Die Pantomime stirbt, aber jedes Mal, wenn sie jemand gut spielt, wird sie neu geboren.“ (Samy Molcho)
Mariana De Meo und Roman Maria Müller sind zwei Pantomimen, die die Chance hatten, mit Samy Molcho die Kunst der Pantomime wieder auf die Bühne zu bringen.
Wir alle sind nicht makellos – Talente brausen in uns auf. In uns toben Dämonen, wir zittern vor Angst, wir lachen uns tot, wir sind einfach Menschen. In dieser Vorstellung wird sich jeder selbst erkennen, jeder wird Situationen aus seinem Alltag finden. Wichtig ist aber, dass das Leben weiter geht… aber WIE! Und das wichtigste aller Dinge ist, dass wir uns unser Leben selbst schaffen!
Idee und Regie: Alexander Iliev, Mariana De Meo, Roman-Maria Müller Mentor: Samy Molcho Pantomime: Mariana De Meo und Roman-Maria Müller
Seit 2021 laden wir jährlich zu einem vergnüglichen „Spaziergang für die Figur“ ein. Bei dem Outdoor-Stationentheater trifft man auf Puppen aus neuen und vergangenen Produktionen, mit modernen und alten Themen, die jedoch immer aktuell sind.
Foto: (c)Barbara Palffy
Spaziergang für die Figur I: Best-of-Biography-Ensemble (2021)
Ludwig van Beethoven, Hedy Lamarr, H.C. Artmann, Joseph Haydn und Resi Resch spazieren mit uns durch Wien und erzählen Anekdoten aus ihren bewegenden Leben. Flanieren Sie mit unserem Best-of-Biography-Ensemble durch Wien, von Innenhofkonzerten über einen netten Plausch im Park bis zum Strudlhofstiegen-Twist.
Spaziergang für die Figur II: Wahlkampf der Tiere (2022)
Nach einer tierischen Saison und vor einer anstehenden Bundespräsidentenwahl geben unsere Kandidaten aus dem Tierreich hilfreiche Tipps, wie ein Land am besten geführt wird. Ein lustig-beschwingter Spaziergang rund ums Schubert Theater im schönen Alsergrund mit tierischem Ernst: Als letzte Station wird die gelebte Demokratie mit einer Wahl des Publikums geprüft.
Spaziergang für die Figur III: Der Zeit voraus (2023)
Von Physik-Genie Nikola Tesla über Sci-Fi-Guru Philip K. Dick bis zum Internet-Hacktivist Aaron Swartz oder dem K.u.K-Marketing-Phänomen Anna Demel werden bei diesem Spaziergang progressive Ideen und innovative Geistesblitze beleuchtet.
Spaziergang für die Figur IV: Habsburger-narrisch (2024)
Der 4. Spaziergang für die Figur bringt uns ins Irrenhaus. Wobei – in Wien heißt es liebevoll “Kaiser Josefs Gugelhupf”, auch bekannt als “Narrenturm”, und er ist nur einen Spaziergang von uns entfernt. „Die Familie“ ist zurück und hält unseren Geist gefangen – überall sehen wir nur noch Habsburger! Tu felix austria, spaziere!
Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.
Digitales Maskenspiel von und mit Leni Plöchl
Gastspiel 2022/23
Kinderlieder, Geschichten und Märchen sind das Erbe, das die jüdischen Bewohner*innen eines Altenheims in Tel Aviv aus ihrer Heimat mitnehmen konnten. Leni Plöchl sammelte die Erinnerungen dieser Zeitzeug*innen in ihrem Dokumentarfilm „Wo man singt, da lass dich nieder“ und bringt sie nun live wieder zurück nach Wien.
Foto: Alex Gotter
Das verwendete Filmmaterial, in dem die Protagonist*innen ihre Lebensgeschichten erzählen, wurde von 2013 bis 2017 aufgezeichnet. Ein treibender Motor beim Filmprojekt war die Frage nach der Möglichkeit zu vergeben im Falle von Menschen, die fast nur mehr in ihrer Erinnerung leben, in ihrer Kindheit. Diese starken, frühen Erinnerungen, aber auch Lieder und Gedichte von ehemaligen jüdischen Vertriebenen im Anita Cohen Heim in Israel wurden mit denen von in Österreich lebenden Senior*innen verbunden.
Wie aber erzählt man Geschichte wahrheitsgetreu, frei von Manipulation? Der Film wurde immer wieder neu geschnitten, bis deutlich wurde, dass die Geschichte LIVE erlebbar werden muss. Die Geschichten können nur „wahrheitsgetreu“ erlebt werden, wenn die Regie live miteinbezogen ist.
Mittels Projektion der gefilmten Gespräche auf die Performerin entsteht eine neue, medial erzeugte Zeitzeugin: Leni Plöchl setzt sich die Gesichter der Alten wie eine Maske auf und tritt mit ihnen in Dialog, um ihre Geschichte weiterzugeben. Eine neue Form des Miterlebens und sich Einfühlens, des Mitseins mit den Zeitzeug*innen entsteht. Es wird der Bedrohung durch die traumatische Vergangenheit die eigene, gegenwärtige Identität zur Verfügung gestellt. Ein natürlicher Reflex des Menschen, im Anderen sein eigenes Bild zu finden. Es kommt zu einer Art Spiegelbegegnung, zu einer Brechung des Lichtes, die den Zuseher*innen deutlich, grell und erschütternd vor Augen führt, was unabdingbar zum eigenen Sein gehört: Dass es immer auch das des anderen Menschen miteinschließt.
Durch die Geschichten der Senior*innen erzählt die Regisseurin auch ihre eigene Geschichte.
„Die Wahrheit“ zeigt sich als nicht greifbar. Das deckt sich mit den Erfahrungen der Protagonist*innen:
„Man kann nie wissen, wie es wirklich war.“
Foto: Alex Gotter
Pressestimmen
„Die Lieder, vor allem aber auch Erzählungen über ihre Kindheit in Österreich, ihre Vertreibung oder gar Flucht und knappes Entkommen aus Konzentrationslagern der Nazis zeigt die Künstlerin als Zeitzeug:innen-Videos […] Dieses ihr Konzept spielt sich auch genial durch (Schnitt: Iklim Doğan, Kamera: Laura Ettel). Damit bekommen die Interviews mit Zeitzeug:innen durch ihre Dreidimensionalität noch viel mehr Lebendigkeit als in einer 2-D-Filmdoku. […] ein spannender Abend“
– Heinz Wagner, KiJuKu
Fördergeber*innen: Stadt Wien Kultur, Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur
Eine Produktion von Leni Plöchl in Kooperation mit dem WERK X-Petersplatz und dem Theater im Bahnhof, Graz
Der Traum, unendliche Weiten.
Wir schreiben das Jahr 2023, und immer noch scheint der fantastisch verworrene Weg des Traumes, der genaueste zu sein, um ganz dicht an uns selbst ran zu kommen.
Eine Reporterin will ein Interview für ihre Sendung „Der Wald von dem wir träumen“ mit dem „Mann im Wald“ machen. Er verhält sich ablehnend und versucht mit aller Macht des Waldes, durch seltsame Gestalten und permanenter Ablenkung vom Thema dieses Interview nicht zustande kommen zu lassen. Da aber (wie wir seit Sigmund Freuds „die Traumdeutung“ wissen) alle Träume Wunscherfüllung sind, kommt das Interview doch zu Stande.
Das Stück ist inspiriert von Ideen und Erfahrungen aus der „psychedelic era“, daher gibt es auch unterschiedliche musikalische und inhaltliche Referenzen an die Beatles. (Sie werden auch persönlich anwesend sein.)
Ein Spiel über Wahrnehmung und Perspektivwechsel, denn diese beiden scheinen unsere einzigen zuverlässigen Begleiter durch unsere Welt zu sein.
Puppenspiel, Puppenbau, Text: Christoph Bochdansky Reporterin: Andrea Köhler Musik: Hannes Löschel Choreografie: Rose Breuss Fotos: Johannes Novohradsky
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