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Internationales Figurenfestival am Alsergrund

Ein Fest für Held*innen
19. – 22. März 2020

Sie sind unsere Werkzeuge, unsere Inspiration und unser Antrieb: Puppen, Figuren und Objekte. Rund um den Welttag der Puppe am 21.3.2020 laden wir zu einem Fest für unsere Held*Innen beim Internationalen Figurenfestival am Alsergrund!

Mit Ovids Metamorphosen als Inspiration erschafft Aristoteles Chaitidis eine neue Heldensaga und tauscht in „Wenn Götter das dürfen…“ die Rax gegen den Olymp. Aber wollen die Götter überhaupt auf diese Erde zurück? Vielleicht kann die listige „Tilda Eulenspiel“ helfen, mit der Rebekah Wild eine ironische Hommage an alle Närrinnen und Narren als freches Kurztheater auf eine unkonventionelle Bühne bringt. In „PLASTIC HEROES“ zeigt der israelische Künstler Ariel Doron einen kritischen Blick auf absurd-heroische Kriegswelten im Kinderzimmer. Eine überraschende, lustige und rasante Collage von Kriegsbildern mit alltäglichen Spielsachen als Protagonisten, die es trotz des harten Themas schafft, das Publikum auf wilde und erfrischende Weise in den Bann zu ziehen.

Neben dem Festivalprogramm gibt es die einzigartige Möglichkeit, einen zweitägigen Workshop für Objektmanipulation bei Ariel Doron zu besuchen. Dorons Stücke werden auf Festivals in der ganzen Welt gefeiert und er zählt zu den erfolgreichsten Puppenspielern seiner Heimat.

Drei Premieren, die dem internationalen Tag des Puppenspiels am 21. März alle Ehre machen.

Foto: Plastic Heroes/ANAEL RESNICK

Wien-Premiere: PLASTIC HEROES
Antikriegs-Puppentheater mit Plastikspielzeug für Jugendliche und Erwachsene
21. März, 19:30 Uhr & 22. März, 18:00 Uhr
Der Krieg steht vor der Tür. Höchste Zeit, ein Held zu werden! Helikopter landen, Soldaten marschieren auf. Doch die Soldaten sind aus Plastik, das Schlachtfeld passt auf einen Tisch, und die Heimat ist eine blonde Puppe, die aus der Ferne von einem Bildschirm lächelt. Mit Hilfe von handelsüblichem Spielzeug – Soldaten und Panzern, Barbiepuppen und Plüschtieren – nimmt Ariel Doron medial inszeniertes Heldentum auf die Schippe. Das Kinderzimmer wird zum Kriegsschauplatz, die Unschuld des Spiels trifft auf die Realität der Erwachsenen. Ein witziges, absurdes und wildes Antikriegs-Puppentheater für ein Publikum, das die Kinderspiele noch kennt, aber schon auf dem Weg in die Erwachsenenwelt ist. Ariel Doron studierte Figurenspiel und Film in Jerusalem und Tel Aviv und zählt zu den erfolgreichsten Puppenspielern seiner Heimat. Er ist mit seinen Stücken auf Festivals in der ganzen Welt eingeladen. In Wien wird er außerdem am 19. und 20.3. einen Workshop rund um Objekttheater und -manipulation geben.
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Uraufführung: “Wenn Götter das dürfen…”
Objekttheater nach Ovids Metamorphosen
19. & 20. März, 19:30 Uhr; 21. März 15 Uhr
Zwei Figuren betreten die Bühne. Es sind Götter! Hera und Hermes. Sie wollen die Bühne für die Rückkehr der Götter vorbereiten. Doch die Welt ist verwüstet. Der Planet voller Müll. Die einst blühenden Wiesen nun öde Halden. Sie müssen aufräumen und die Welt vom Müll befreien. Halbgötter, Nymphen, Dryaden, Najaden, Satyrn und die in den Himmelsstand erhobenen Heroen, alle werden zurück erwartet. Auf der Schubert-Bühne verwandeln sie sich in Putzpersonal mit Schaufel und Besen, während herumliegender Müll und ausrangierte Gebrauchsgegenstände von ihrem edlen Schicksal erzählen. Was einst war, verwandelt sich in Neues, und Neues vergeht in Gewesenes. Doch lohnt es sich, die Erde für die Menschheit zu retten? Und was sagt Gaia, unsere Erde, eigentlich dazu? Erträgt sie ein weiteres Weltenalter mit Menschen und Göttern und allem, was diese anrichten?

Bekannte und weniger bekannte Geschichten aus Ovids Metamorphosen: Ein Werk, das mit der Schöpfung beginnt und bis in Ovids Gegenwart reicht, also die gesamte, damalige Menschheitsgeschichte in insgesamt 15 Büchern (dichterisch) umfasst. Jede Geschichte endet mit einer Verwandlung, denn das ist das zentrale Motto des Werkes: Alles (ver-)wandelt sich. Der deutsch-griechische Autor Aristoteles Chaitidis wird seine zweite Arbeit im Schubert Theater gemeinsam mit Eri Bakali, Angelo Konzett, Jana Schulz und einigen wandelbaren Puppen bestreiten.
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Uraufführung: TILDA EULENSPIEL
Freches Kurztheater für Individualisten
20. März, ab 18:00 Uhr; 21. März, ab 15:00 & ab 18:00 Uhr; 22. März, ab 16:30 Uhr
Power, Money, Fame – Willkommen in Tilda Eulenspiels Erfolgsseminar! Ironisch, feministisch und kritisch hinterfragt Rebekah Wild in ihrem Kurztheater für einen Publikumsgast die heutige Gesellschaft und ihre Wünsche. Mit Witz und Charme verführt Tilda ihre Gäste, um mit wenig an viel zu kommen. Dabei fordert sie das Publikum heraus, sich selbst und gesellschaftliche Reize nicht ganz so ernst zu nehmen, denn das Streben nach Macht, Geld und Ruhm kommt nicht immer zu einem glanzvollen Ende.
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Publikumsgespräch: Held*innen-TALK
In der Saison 19/20 bietet das Schubert Theater ein neues Format: Publikumsgespräche zu aktuellen Themen aus dem Spielplan. Im Anschluss an die letzte Vorstellung des Festivals spricht Dramaturgin Jana Schulz mit den Künstler*innen des Festivals über Held*innen, Figurentheater und mehr bei einer offenen Publikums-Diskussionsrunde. Der Eintritt ist frei.

 

PROGRAMM-Überblick:
DO 19.3.2020
19:30 Uhr: Premiere „Wenn Götter das dürfen…“

FR 20.3.2020
ab 18:00 Uhr: Premiere „Tilda Eulenspiel“
19:30 Uhr: „Wenn Götter das dürfen…“

SA 21.3.2020
ab 15:00 Uhr: „Tilda Eulenspiel“
16:30 Uhr: „Wenn Götter das dürfen…“
ab 18:00 Uhr: „Tilda Eulenspiel“
19:30 Uhr: Wien-Premiere „Plastic Heroes“

SO 22.3.2020
ab 16:30 Uhr: „Tilda Eulenspiel“
18:00 Uhr: „Plastic Heroes“
19:00 Uhr: Publikumsdiskussion

 

Festivalleitung: Lisa Zingerle
Mit freundlicher Unterstützung durch die Bezirksvorstehung Alsergrund und die Botschaft des Staates Israel in Wien sowie der israelitischen Kultusgemeinschaft Wien.