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Okay

Wenn Götter das dürfen*

*dann dürfen wir auch!

Objekttheater nach Ovids Metamorphosen

(c)Aristoteles Chaitidis

Zwei Gestalten betreten den Schauplatz. Es sind Hera und Hermes. Sie wollen die Bühne für die Rückkehr der Götter vorbereiten. Doch die Welt ist verwüstet, der Planet voller Müll. Die einst blühenden Landschaften nun öde Halden. Während die Götter durch herumliegenden Müll und ausrangierte Gebrauchsgegenstände waten, treffen sie auf alte Bekannte aus Ovids Metamorphosen. Noch einmal zum Leben erweckt, erzählen sie von ihrem einst edlen Schicksal: Unser aller Narziss, das selbstverliebte Erfolgsmodell der Netzgesellschaft;  Niobe, die Überhebliche, deren Selbstoptimierung zu Hybris führt;
Teiresias, der Seher, der sich für keines der beiden Geschlechter entscheiden will!
Was einst war, verwandelt sich in Neues, und Neues vergeht in Gewesenes. Doch bleibt der Kreislauf der Gestalten auch in Zukunft erhalten? Lohnt es sich überhaupt, die Erde für die Menschheit zu retten? Und was sagt Gaia, unsere Erde, eigentlich dazu? Erträgt sie ein weiteres Weltenalter mit Menschen und Göttern und allem, was diese anrichten?
Auf der Schubert-Bühne verwandeln sich Ovids Geschichten in ein allegorisches Zukunftsspektakel, wo allzu Göttliches nur allzu menschlich erscheint.

Der Wandel war unsere Freude, da wir ja immer gleich,
der Mensch war uns wie Beute, im Äther schwach und bleich.
Es war Verlass auf Leben, Verlass auch auf den Tod
Was waren das doch für Zeiten, die Welt war noch im Lot.

Bekannte und weniger bekannte Geschichten aus Ovids Metamorphosen: Ein Werk, das mit der Schöpfung beginnt und bis in Ovids Gegenwart reicht, also die gesamte, damalige Menschheitsgeschichte in insgesamt 15 Büchern dichterisch umfasst. Jede Geschichte endet mit einer Verwandlung, denn das ist das zentrale Motto des Werkes: Alles (ver-)wandelt sich. Der deutsch-griechische Autor Aristoteles Chaitidis wird seine zweite Arbeit im Schubert Theater gemeinsam mit Eri Bakali, Angelo Konzett, Jana Schulz und einigen wandelbaren Puppen bestreiten.

(c)Aristoteles Chaitidis

Regie&Text: Aristoteles Chaitidis
Spiel: Eri Bakali, Angelo Konzett
Musik&Dramaturgie: Jana Schulz
Puppen: Angelo Konzett, Claudia Six
Bühne: Angelo Konzett, Aristoteles Chaitidis
Kostüm: Isabel Vollrath
Assistenz: Almut Schäfer-Kubelka
Hospitanz: Carmen Ghali

Eine Produktion des Schubert Theater Wiens.