Gäste

Gäste-Highlights der Saison 2025-26

Auch in der kommenden Saison dürfen wir wieder außergewöhnliche Gäste und besondere Abende im Schubert Theater begrüßen.

Zum ersten Mal in Wien: Freaks & Fremde im Schubert Theater

Wir freuen uns ganz besonders, in der kommenden Saison erstmals die renommierte Compagnie Freaks & Fremde aus Dresden bei uns im Schubert Theater willkommen zu heißen. Mit ihrer ganz eigenen, poetisch-politischen Handschrift zählt die freie Theatergruppe zu den spannendsten Akteur*innen im zeitgenössischen Figurentheater – und bringt gleich zwei beeindruckende Produktionen mit nach Wien.

Im Oktober 2025 eröffnen Freaks & Fremde bei uns mit Der Hungerkünstler nach Franz Kafka: eine düstere, kraftvolle Reflexion über Körper, Kunst und Öffentlichkeit – in einer bildgewaltigen Adaption, die mit minimalen Mitteln maximale Wirkung erzielt.

Im März 2026 folgt Eisler – Lost in Hollywood, ein musikalisch-szenischer Abend über den Komponisten Hanns Eisler, dessen Exil in den USA ebenso widersprüchlich wie inspirierend war. Mit Live-Musik, Puppen und Projektionen entfaltet sich ein komplexes Zeitporträt zwischen politischer Flucht und künstlerischem Aufbruch.

Uns erwartet großes Figurentheater mit Tiefgang, Musik und Haltung – und wir sind gespannt auf den Austausch mit unseren Gästen sowie auf die Resonanz unseres Wiener Publikums!

Allseits und ewig beliebt: Christoph Bochdansky & Die Strottern

Im November 2025 zu Allerheiligen und Allerseelen kehrt Christoph Bochdansky mit seinem Solo Die Geister, die wir rufen, rufen zurück zurück auf unsere Bühne. In gewohnt doppelbödiger Weise begegnet uns hier das Unheimliche mit Witz, Melancholie und scharfer Beobachtung – ein Abend zwischen Puppenspiel und feinem Horror, der zur stillen Jahreszeit passt wie kein anderer.

Am 9. Dezember 2025 erwartet unser Publikum ein echtes Schmankerl zum Musikalischen Adventkalender: Bochdansky trifft auf das großartige Wiener-Lied-Duo „Die Strottern“ zu einem einmaligen und exklusiven „Bochdansky & Die Strottern: Best-Off“-Abend. Diese musikalisch-puppenspielerische Reise verspricht berührende Momente, schrägen Humor und Wiener Seele in ihrer schönsten Form.

Schwingend-singend ins neue Jahr mit den Schubert Puppen

Traditionell beschwingt geht’s am 28. Dezember 2025 mit puppets on a Swing Richtung Jahreswechsel – unserem beliebten Swing-Blues-Programm mit Live-Musik, Puppen und augenzwinkerndem Schwung ins neue Jahr.

Gemeinsam in die Zukunft

Das Future Lab 2026 startet mit einem Knall – genauer gesagt mit der Wien-Premiere von “Let’s play I’m old and tired” vom mehrfach ausgezeichneten Kollektiv TOTAL REFUSAL und dem Theater im Bahnhof. Die Gruppe dekonstruiert Gaming-Realitäten, Alltagsmüdigkeit und gesellschaftliche Ermüdungserscheinungen mit gewohnt bissigem Witz, politischem Scharfsinn und virtuoser Theaterenergie. Ein Startschuss, der das Festival gleich mitten in die Frage führt, wie wir heute leben, spielen – und erschöpft funktionieren.

Das Artificial Museum lädt zu einem hands-on AR-Workshop ein: Mit dem hausinternen Online-Editor Artificial LAB gestalten Teilnehmende – ob Anfänger*innen oder Fortgeschrittene – eigene 3D-Werke und setzen sie spielerisch in Augmented Reality um. Ein idealer Einstieg für alle, die Kreativität gerne mit Zukunftstechnologie mischen. Schnappt euch euren Laptop und erweitert den öffentlichen Raum! Die Werke werden am 22. Februar als AR-Spaziergang präsentiert.

Foto: Johannes Gellner

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen – oder Kennenlernen – bei einem dieser besonderen Theaterabende!

Eisler – Lost in Hollywood

Ein Gastspiel von Cie. Freaks & Fremde

Eine Theater-Revue um den Komponisten Hanns Eisler

Der österreichische Komponist Hanns Eisler steht im Zentrum dieser Produktion: rundum widersprüchlich, gewitzt, kämpferisch und voller Sehnsucht – ein entsetzlich kleiner Mann in einer grotesk großen Welt. Auf allen Straßen der Welt werden seine Lieder gesungen, doch in Hollywood gibt es für ihn trotz Oscar-Nominierung kein Happy End. Im Kalten Krieg erstarren seine Träume. Eislers Leben und Werk sind geprägt von den kulturellen Umwälzungen seiner Zeit, von politischem Kampf, von Flucht und Exil und dem eigenen Anspruch, Nützliches zu schaffen, im Ringen um eine Kunst, die Menschen zu erkennen und zu verändern vermag. Aus der Collage ausgewählter Lieder und überraschenden szenischen Elementen, animierten Video-Projektionen und Puppentheater entsteht das Porträt eines außergewöhnlichen Komponisten.

 

 

 

Hanns Eislers Kompositionen sind vielgestaltig, herausfordernd und äußerst lebendig. Er vertonte Gedichte und Zeitungsnotizen, schrieb fürs Theater, Arbeiterchöre und Solisten, für Laien und professionelle Instrumentalensembles. Seine Musik dröhnte aus Kinolautsprechern und schallte auf Straßendemonstrationen. Er füllte Konzertsäle und brachte in Kneipen die Leute zum Lachen.

Zeit seines Lebens beschäftigte er sich in Theorie und Praxis mit Musik und ihrer kulturellen Funktion. Er sah sich selbst als Genie, war aber auch stets ein Zweifler in eigener Sache. Ein Mensch, der Widersprüche liebte und lebte und zu einem der umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts wurde. Sein Leben und Werk dokumentiert die Geschichte Europas des letzten Jahrhunderts, die sich durch die Gräben des ersten Weltkriegs hinein in Revolutionen, Wirtschaftskrise und Diktaturen des Terrors kämpft und nach der Zerschlagung Nazideutschlands schließlich in den großen ideologischen Fronten des Kalten Krieges erstarrt. Als junger Komponist kritisiert er den etablierten Kunstbetrieb und dessen Aufführungspraxis, befragt die Rolle des Künstlers und der Kunst in der Gesellschaft und fordert nicht weniger als eine Revolutionierung der Musik.

Er will als Künstler »Nützliches« schaffen, stellt individuelle Ambitionen hintan und verbindet seine musikalische Arbeit mit dem Kampf gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit, für eine bessere, friedvollere Welt. Sein geschätzter Lehrer Arnold Schönberg würde ihm dafür am liebsten den Hintern versohlen. Die Arbeiter aber greifen seine – ihre – neue revolutionäre Musik begeistert auf, singen sie weltweit auf den Straßen, später auch in den Schützengräben Spaniens. Den Nationalsozialisten taugen die bekannten Melodien für die eigene Propaganda. Da reicht ein Verweis unter dem neuen Text, den Abdruck der Noten kann man sich sparen. Der Komponist landet auf der schwarzen Liste. Für Hanns Eisler beginnt, wie für zahlreiche seiner Zeitgenossen eine Odyssee. Über viele Stationen und Hindernisse findet er schließlich in den USA einen Ort, an dem er leben und arbeiten kann.

Eisler verankert sich – im Widerspruch zum dem schicksalhaft ‚Geworfen-seins‘ des Exils – verortet sich musikalisch buchstäblich an einem anderen Standpunkt, gießt die alten eigenen kulturellen Wurzeln, gräbt in neuer Erde. Es schreibt gegen die Sinnlosigkeit und die Leere an, notiert Momentaufnahmen von Stimmungen, Erinnerungen und Erfahrungen der Exilanten und Kompositionen für eine unbekannte Zukunft. 

Auch die produktive Zusammenarbeit mit dem Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht wird hier fortgesetzt. So beschreiben die beiden Künstler in den ‚Hollywood-Elegien‘ die Konfrontation mit dem Phänomen Hollywood, wo hinter den Fassaden der Traumfabriken die Abgründe der ungeschminkten kapitalistischen Filmindustrie im Zentrum der amerikanischen Kultur klaffen.

Mit der Zeit wird in Amerika sein Fachwissen geschätzt, sichern Filmaufträge seinen Lebensunterhalt, werden zwei seiner Filmmusiken sogar für den Oskar nominiert. Bleiben kann er jedoch auch hier nicht. Knapp zwei Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kündigt die wachsende antikommunistischen Paranoia in Amerika den Kalten Krieg an: Er sei der »Karl Marx der Musik« und so wird Hanns Eisler des Landes verwiesen.

Er siedelt sich in der DDR an, wo er eine Professur bekommt, an der Gesamtausgabe seines Werks und mit Brecht arbeiten kann. Während man seine avantgardistischen Werke kaum aufführt und Hanns Eislers Faust in der Hölle formalistischer Kulturpolitik verschmort, wird der Komponist der Nationalhymne himmelhoch oben auf einem Sockel abgestellt.

Das widerspruchsvolle Leben dieses Mannes und seines vielfältigen Werkes ist ein gefundenes Fressen für die Compagnie Freaks und Fremde und ihre kritische Auseinandersetzung mit der Welt. Eisler inspiriert zu einer Suche nach unsentimentaler Poesie, die sich im Spannungsfeld zwischen Text und Ton verbirgt. Im besten Sinne gute Unterhaltung: anregend und zuweilen unbequem.

Vorstellungen am 17. & 18. März 2026, Reservierungen ab Dezember möglich.

 

 

Das Team von Cie. Freaks & Fremde:
Künstlerische Leitung, Schauspiel, Puppenspiel, Szenografie: Sabine Köhler, Heiki Ikkola
Arrangements, Musikalische Leitung, Live-Musik: Frieder Zimmermann
Special Guest: Tobias Herzz Hallbauer
Videoschnitt und Projektionen: Beate Oxenfart
Kameraaufnahmen: Eckart Reichl
Technische Leitung und Lichtdesign: Josia Werth
Mitarbeit Bühnenbild: Anett Bauer
Mitarbeit Regie und Dramaturgie: Jörg Lehmann
Tontechnik und technischer Support: Bernd Krakowsky, Anton Ihlenfeldt Ole Büttner, Robby Hirche
Produktionsgrafik: Stefan Voigt
Fotos: André Wirsig

Ein Hungerkünstler

von Franz Kafka; Gastspiel von Cie Freaks & Fremde

Theaterperformance mit Musik

Franz Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem, aber keiner soll behaupten, er giere nach gar nichts. Nein, er ist ehrgeizig, geradezu süchtig nach Ruhm, er will, dass die Menschen ihm bewundernd zuschauen, wenn er in seinem Käfig hungert. Eine Parabel auf die einsame Wahrheit des Künstlertums.

Die Tragödie dieses Künstlers ist nicht das Hungernmüssen aus bitterem Entbehren, denn er hat sich längst damit abgefunden, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist. Seine Unzufriedenheit mit sich selbst rührt nur daher, dass ihm das Hungern so schrecklich leichtfällt. Sein wahres Drama ist das allmähliche Ausbleiben des Publikums.

Er legt sich mächtig ins Zeug, um den Zuschauer an sich zu binden. Er muss an die Grenze gehen, an die Grenze des Lebens. Seine spektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen, es mit seinem Schauhungern nähren, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künstler und erst im Tod wird seine Kunst perfekt.

Im Zusammenwirken von Sprache, Puppenspielkunst und Musik widmet sich die Compagnie Freaks und Fremde dem Dilemma von Künstlern, die einerseits total frei sein und sich andererseits dem Kunstbetrieb anpassen sollen.

Franz Kafka dürfte sicher selbst noch Veranstaltungen des Schauhungerns erlebt haben, die zwischen am Ende des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts tatsächlich tausende Menschen anzogen. Der Wiener Stadtforscher und Historiker Peter Payer hat dazu ein kleines interessantes Buch verfasst: „Hungerkünstler. Eine verschwundene Attraktion“. Für das Magazin des Technischen Museums Wien hat er zudem einen Text dazu verfasst: „Absichtsvolles Nicht-Essen ist uns heute als psychische Krankheit oder als politische Manifestation geläufig. Dass Hungern einmal auch Teil der Unterhaltungskultur war, scheint rückblickend mehr als kurios. Wobei die Grenze zur Schwindelei sich bisweilen fließend darstellte. Eine historische Umschau mit Ausläufern fast bis zur Gegenwart.“ Hier Weiterlesen

​​Vorstellungen am 10. & 11. Oktober 2025

 

 

Das Team
Künstlerische Leitung, Schauspiel, Puppenspiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola
Musik: Tobias Herzz Hallbauer

Technische Leitung und Lichtdesign: Josia Werth
Tontechnik und technischer Support: Bernd Krakowsky
Entstanden im Auftrag des Festivals WEGE DURCH DAS LAND

Die Abenteuer des braven Soldaten Švejk

Nach Jaroslav Hašek 

Ein Klassiker des absurden Humors trifft auf das expressive Figurentheater des Schubert Theaters und überrascht mit tiefer Menschlichkeit: Regisseurin Martina Gredler bringt einen der bissigsten und gleichzeitig komischsten Romane des 20. Jahrhunderts auf unsere Bühne.

Der Prager Hunde-Händler Švejk, offiziell „idiotisch“, inoffiziell genial, wird mitten in die Wirren des Ersten Weltkriegs geschleudert – und stolpert mit entwaffnender Naivität durch ein System, das sich selbst nicht mehr versteht. Doch hinter der burlesken Oberfläche des berühmten Anti-Helden verbirgt sich eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit Autorität, Machtmissbrauch und der Frage, wie man in einer verrückten Welt Mensch bleiben kann.

Inmitten von Chaos, Bürokratie und Krieg ist es gerade Švejks scheinbare Naivität, die uns eine überraschende Form von Transzendenz vor Augen führt: ein Mensch, der sich dem Wahnsinn der Welt mit stoischer Ruhe, absurdem Witz und unbeirrbarer Menschlichkeit entgegenstellt. Švejk entzieht sich allen Zuschreibungen, überwindet die Grenzen zwischen Anpassung und Widerstand – und lässt uns erkennen, dass selbst im Grotesken ein tiefer Sinn liegen kann.

PRESSESTIMMEN

„Regisseurin Martina Gredler bringt die Brutalität aus Jaroslav Hašeks Schelmenroman in Tierfiguren zum Vorschein – und braucht dafür nur 60 Minuten.“ – M. Affenzeller, Standard

Jaroslav Hašeks bitterböse Anti-Militär-Satire rund um den „braven Soldaten Švejk“ als ins absurd-kafkaeske überdrehte Figurentheater-Version im Wiener Schubert Theater. (…) Die Hauptfigur (…) Sozusagen ein Zombie – als mehr als deutlich sichtbares Zeichen dafür, was Krieg aus Menschen macht. Die psychische Deformation sozusagen ins Gesicht geschrieben. – H. Wagner, KiJuKu

„Regisseurin Martina Gredler zog einige von Hašeks Szenen als Grundlage für eine traumartige Fantasie heran. (…) Markus-Peter Gössler und Andrea Köhler bedienen die Puppen präzise, Gössler trifft den schelmischen Ton Švejks.“ – M. Pesl, Falter

Martina Gredler, die bereits mit “Parterre-Akrobaten” und “Wolkenkuckucksheim” am Schubert Theater für Furore sorgte, bringt auch diesmal ihren unverwechselbaren Stil ein: wild, schrill, liebevoll verdreht – und zugleich voller Mitgefühl für die Abgründe ihrer Figuren. Ihre Arbeit lebt vom Kontrast zwischen Groteske und Emotion, von überraschenden Perspektiven und einer klaren Haltung gegenüber gesellschaftlichen Missständen.

Die Puppen für diese Inszenierung entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Textilkünstlerin und Puppenbildnerin Annemarie Arzberger, deren Arbeiten durch Detailverliebtheit und emotionale Ausdruckskraft bestechen. Das Bühnenbild, gestaltet von Claudia Vallant, schafft dafür den nötigen Raum zwischen Tristesse, Militär-Parodie und anarchischer Poesie.

Ein Theaterabend voller absurder Komik und überraschender Menschlichkeit – und ein Klassiker, der aktueller kaum sein könnte.

Dauer: ca. 60 Minuten
Premiere:
18. Dezember 2025, 19:30 Uhr
Weitere Termine werden zeitnah im Spielplan freigeschalten.

 

Team

Spiel: Andrea Köhler & Markus-Peter Gössler
Regie & Textfassung: Martina Gredler
Puppenbau & Kostüm: Annemarie Arzberger
Bühne & Ausstattung: Claudia Vallant
Musik: Raimund Hornich
Technik & Licht: Simon Meusburger, Max Juch
Assistenz:
Pavlína Shaikh Oklešteková, Julia Braunegger
Produktionsleitung: Lisa Zingerle

Eine Produktion des Schubert Theater Wien. Unterstützt durch

Circus Archetypus

Im Schatten der Träume

In der Inszenierung entführt Hausregisseur Simon Meusburger das Publikum in vergangene Circuswelten und die Tiefen des kollektiven Unbewussten. Inspiriert von den Archetypen des Schweizer Psychoanalytikers C.G. Jung entfaltet sich eine fantastische Figurentheater-Collage, in der Schattenwesen, Heldenfiguren und innere Gegenspieler zum Leben erwachen. 

 

Zwischen Mythos und Märchen, Ritual und Theater, gestaltet sich eine bildgewaltige Erkundung jener Kräfte, die in jedem Menschen wirken – jenseits von Zeit, Sprache und Logik. In kunstvoll komponierten Szenen mit Figuren, Artistik, Tanz und Jonglage werden universelle Bilder erfahrbar gemacht, die uns allen innewohnen.

Die Theorie des kollektiven Unbewussten und der sogenannten Archetypen des Schweizer Psychoanalytikers Carl Gustav Jung (1875–1961) ist Ausgangspunkt für eine bildstarke, traumwandlerische Reise ins Innere. Die Archetypen – wie der Schatten, die Anima, die Weise oder der Held – sind universelle Urbilder, die in Mythen, Märchen und Träumen und auch im Circus weltweit auftauchen. Jung verstand sie als Grundmuster der menschlichen Seele, die uns prägen, lange bevor wir ihnen Namen geben können.

 

Im Schatten der Träume verweben wir diese tiefenpsychologischen Motive zu einem artistischen Figurentheaterstück, das zwischen Realität und Traum, zwischen Innenwelt und Mythos oszilliert. In atmosphärischen Szenen, mit expressiven Figuren und atmosphärischer Musik erschafft das Stück eine ganz eigene Welt, in der sich das Publikum selbst wiederfinden kann: in vertrauten Ängsten, unerkannten Sehnsüchten und der Suche nach innerer Ganzheit. 

Ein sinnlicher, geheimnisvoller Abend über das, was unter der Oberfläche liegt – und wie wir ihm begegnen können. Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene gleichermaßen – eine Einladung, sich auf eine symbolreiche, emotionale Reise zu begeben und dabei sich selbst ein Stück näherzukommen.

Kritik

„Gut möglich, dass Meusburger die erste lupenreine Kreuzung zwischen Figurentheater und Zirkus gelungen ist – und als wäre das nicht außergewöhnlich genug, wird auf der Bühne auch noch die ganze Aufführung hindurch keine einzige Textzeile gesprochen.“ Martin Pesl, Falter Wochenzeitung

Dauer: ca. 90 Minuten
Uraufführung: 27. Oktober 2025, 19:30 Uhr
Weitere Termine werden im Spielplan veröffentlicht.

 

 

Team

Mit: Stefanie Elias & André Reitter
Komposition und Live Musik: Roxanne Szankovich
Buch & Regie: Simon Meusburger
Puppenbau: Soffi Povo, Claudia Six
Bühne & Ausstattung: Christoph Steiner
Assistenzen: Julia Braunegger, Pavlína Shaikh Oklešteková
Fotos: Barbara Pálffy

Eine Produktion des Schubert Theater Wien. Unterstützt durch