DIE BLUMEN DES WOLFS

Flower-Power: eine Erfindung des Wolfs?

Wo ist unser Bewusstsein, wenn es mal von uns Ruhe haben möchte?
Langwierige, komplizierte Forschungen waren endlich erfolgreich und geben uns erstmals Antwort auf diese Frage in „Die Blumen des Wolfs“. Die neue Produktion von Christoph Bochdansky führt uns in den Wald und lässt uns Blumen sehen.

Unser Bewusstsein erfrischt und stärkt sich im „Wald der bewusstseinsverändernden Vorkommnisse“. Wagen Sie einen Blick in diesen Wald und erleben Sie, wie ein vorbeifliegender Schmetterling einen Diskurs über den Zusammenhang von Bewusstsein und schönem Leben auslöst. Mr. Lucyinthesky, ein Bewohner des Waldes, will anhand des Märchens vom Rotkäppchen diesen Zusammenhang klären. Meister Vogelsang verliert sich sowieso immer in äußerst abgehobene Gedanken und KäferLi und KäferLe diskutieren, ob man mit Love and Peace die Welt retten kann.

Und der Wolf?

Er schwärmt von Blumen. Glaubt er denn, dass er der erste Hippie der Menschheitsgeschichte sei, sollte er sich nicht seinen angestammten Aufgaben des Fressen-und-gefressen-Werden widmen? Noch dazu hat sich ein Mensch in diesen Wald verlaufen, er ist überzeugt, dass er in dieser Geschichte eine Rolle bekommt. Sie wird ihm auch gegeben, doch entspricht sie nicht seinen Erwartungen.

Selbstverständlich gerät die ganze Geschichte ins Wanken, da wir uns im Wald der bewusstseinsverändernden Vorkommnisse befinden. Aber was solls! In einer Zeit, in der viel über Krieg und wenig über Frieden berichtet wird, wäre doch Love and Peace dringend erforderlich, es ist nur eine Frage des Bewusstseins.

Von und mit: Christoph Bochdansky
Fotos: Gregor Grkinic

Premiere: 8. 6. 2026 (19.30 Uhr)
Weitere Spieltermine: 13., 22., 23. und 26. Juni 2026 (19.30 Uhr) 14. Juni 2026 (18.00 Uhr)

Die Welt der Marionetten

In der ganzen Welt ist er unter seinem Künstlernamen Il Grande Lupo Bulgaro – Der große Bulgarische Wolf bekannt – jetzt ist er erstmals in Wien zu erleben! Für Publikum jeden Alters bringt der Marionettenzauberer Teodor Borisov ein Spektakel ohne Worte auf die Bühne. Einmalig am 30. Mai um 17 Uhr. Das Programm richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren.

Eine berührende und faszinierende Theatershow, die zum Nachdenken über das Leben anregt. Geschichten über Liebe, Entscheidungen, Emotionen, Tanz und philosophische Fragen, elegant und mit feinem Humor präsentiert. Die Aufführung verbindet Poesie, Leichtigkeit und die virtuose Kunst der klassischen Marionette. Ein Spektakel, das die Zeit vergessen lässt und das Publikum in die magische Welt der Fadenpuppen entführt.

Theodor Borisov ist Träger zahlreicher internationaler Auszeichnungen – unter anderem für die beste künstlerische Leistung beim Festival „La Catena di Zampano“ (2014), den Grand Prix der „Vitrine des Straßentheaters“ (2018) sowie den Preis des Puppentheater-Festivals in Tunis (2023). Außerdem erhielt er einen Sonderpreis aus Saudi-Arabien als bester europäischer Marionettenspieler. Er schloss sein Studium der Schauspielkunst für Puppentheater an der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst „Krastjo Sarafov“ ab und spezialisierte sich 2007 in Österreich (Klagenfurt) bei Maestro Wilfried Popek auf Marionettentheater.

Von 2006 bis 2011 war er Teil des Kreativlabors für Kinder im SOS-Kinderdorf Italien in Caldonazzo. Zwischen 2008 und 2009 arbeitete er am „El Grande Teatro La Fenice“ in Venedig als Regisseur und Marionettenspieler. Dort inszenierte er „Die Reisen des Lemuel Gulliver“ nach dem gleichnamigen Roman von Jonathan Swift und spielte 62 Aufführungen der Inszenierung mit 32 Marionetten. Im Jahr 2012 arbeitete er als Dozent an der Universität Ca’ Foscari in Venedig und an der Alma Mater DAMS in Bologna. 2014 organisierte er das erste Zirkusfestival ohne Tiere in Addis Abeba, Äthiopien. Seit 2017 unterrichtet er am Institut für Marionettentheater in Tunis, und seit 2024 leitet er einen Meisterkurs für Marionettenspiel in Quito, Ecuador.

Geister in Princeton

von Daniel Kehlmann

Mit “Geister in Princeton” bringen wir einen ebenso klugen wie berührenden Theatertext von Daniel Kehlmann erstmals als Figurentheater auf die Bühne. Im Zentrum steht das Leben des legendären Logikers Kurt Gödel – ein Genie, das mit seinen Unvollständigkeitssätzen die Grundfesten der Mathematik erschütterte und zugleich zeitlebens von Ängsten, Einsamkeit und Wahnvorstellungen begleitet war.

Kehlmanns Text bewegt sich zwischen historischen Fakten und metaphysischer Spekulation, zwischen biographischer Rekonstruktion und phantastischem Spiel. Die Inszenierung als Figurentheater erlaubt dabei eine besonders vielschichtige Annäherung an Gödels Innenwelt: Puppen und Schatten, Körper und Worte, Geist und Abgrund – all das verschmilzt zu einem Stück über Erkenntnis, Wahnsinn und die Sehnsucht, das Universum zu verstehen.

Eine berührende, skurrile und existenzielle Reise an die Grenze zwischen Wissen und Glauben – und ein Höhepunkt der Saison unter dem Zeichen der Transzendenz.

Premiere:
11. April 2026
Weitere Termine folgen.

Mit:
Spiel: Manuela Linshalm & Angelo Konzett
Roman: Daniel Kehlmann
Textfassung: Manuela Linshalm & Simon Meusburger
Regie: Simon Meusburger & Manuela Linshalm
Puppenbau: Soffi Povo
Bühnenbau: Angelo Konzett
Lichtdesign: Simon Meusburger
Technik & Projektleitung: Maximilian Juch
Regieassistenz: Julia Braunegger

Puppet to Pixel

Befreit Pinocchio!

Jeder kennt unseren Helden aus Kindertagen, jetzt habt ihr die Möglichkeit, ihn mit neuer Technologie zu befreien: Im AR-Workshop des Future LAB 2026 arbeitet ihr an einer 3D-Figur der Pinocchio Puppe, animiert sie und platziert sie im öffentlichen Raum. Das Artificial Museum Framework macht es super einfach. Der Workshop ist ein Labor für Fantasie, digitale Werkzeuge und kollektive Kreativität – offen für Theaterbegeisterte, kreative Köpfe, Neugierige und Vorausdenker, Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen! Das Beste: Im Rahmen des Festivals kann er GRATIS angeboten werden.

Meldet euch per Mail an info(at)schuberttheater.at an – first come first serve!

Augmented Reality (AR) eröffnet neue Wege, Realität und digitale Inhalte miteinander zu verbinden: Über Smartphones oder Tablets werden virtuelle Bilder, Texte und 3D-Objekte direkt in die reale Umgebung eingeblendet und machen Räume, Objekte und Geschichten auf neue Weise erfahrbar. Im Workshop des Artificial Museums lernen die Teilnehmenden, wie AR funktioniert und wie sie diese Technologie kreativ einsetzen können – von der Idee bis zur eigenen Anwendung. Dabei geht es nicht nur um technische Grundlagen, sondern auch um die Frage, wie digitale Erweiterungen unsere Wahrnehmung von Kunst, Raum und Wirklichkeit verändern. Der Workshop bietet die Chance, selbst zu experimentieren, innovative Ausdrucksformen zu entdecken und neue Perspektiven auf Kunst und Technologie zu entwickeln.

In dem zweitägigen Workshop lernt ihr unter Anleitung und Begleitung des Teams vom Artificial Museum, was ihr mit dem 3D-Scan der Figur alles machen könnt: von Animation über Soundkulissen zu Textgestaltungen gibt es spannende Möglichkeiten, eine Puppe digital zu manipulieren. Inspiration könnt ihr euch bei der Generalprobe oder Premiere von „Processing Pinocchio“ beim Festival holen. Eine Präsentation der Workshop-Ergebnisse findet am 22. Februar um 17 Uhr im Arne Carlsson Park direkt gegenüber dem Schubert Theater Wien statt. Verpasst auch nicht den Vortrag und das Interview von Daniela Weiss/Litto und Jascha Ehrenreich beim Future TALK „puppet to pixel – Augmented Reality als neue Erzählebene” am Samstag 21. Februar um 18:30 Uhr.

Workshop

Samstag, 21. Februar 12-17 Uhr
Samstag, 21. Februar 18:30 Uhr Future Talk „puppet to pixel – Augmented Reality als neue Erzählebene”
Sonntag, 22. Februar 12-16 Uhr
Sonntag, 22. Februar 17 Uhr Präsentation im Arne Carlsson Park

Meldet euch per Mail an info(at)schuberttheater.at an – first come first serve!

Mehr Infos Future LAB

Hollywood im Exil

Rund um den Internationalen Tag des Puppenspiels am 21. März – aber auch zur transzendierenden Zeit des Frühlings – scheinen wir ein Licht auf das flirrende Hollywood als Sehnsuchtsort, Projektionsfläche und politisches Exil. Mit Hedwig Kiesler aka Hedy Lamarr und Johannes “Hanns” Eisler tauchen wir in zwei spannende Biografien von Exil-Österreichern ein, während Resi Resch uns in “Die Welt ist ein Würstelstand” aufzeigt, was die Welt tatsächlich ausmacht.

17. & 18. März 2026 „EISLER – Lost in Hollywood

Wien-Premiere der gefeierten Produktion rund um Johannes „Hanns“ Eisler. Der Komponist Hanns Eisler studierte in den frühen 1920er Jahren bei Arnold Schönberg in Wien und begann in den 1930er Jahren mit dem Dramatiker Bertolt Brecht zusammenzuarbeiten, dessen politisch und künstlerisch gesehen engster Weggefährte er wurde. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner kommunistischen Überzeugung war Eisler während der 1930er und 1940er Jahre im Exil, blieb jedoch bis zu seinem Tod österreichischer Staatsbürger. Für die Komposition der DDR-Hymne erhielt er den Nationalpreis erster Klasse.

19. & 20. März 2026 „Die Welt ist ein Würstelstand

Der Publikumsliebling ist eine herzliche, grantige und urwienerische Gesellschaftsgeschichte rund um Resi Resch, die Betreiberin des wohl besten Würstelstands der Stadt. Mit scharfem Blick, offenem Ohr und großem Herzen kommentiert Resi das Leben und die Menschen: vom Hofrat mit der halben Wurst über die verwirrte amerikanische Touristin bis zur Ratte in der Mülltonne. Virtuos belebt von Puppenspielerin Manuela Linshalm und musikalisch begleitet von Heidelinde Gratzl am Akkordeon, wird der Würstelstand zum Mikrokosmos der Stadt – melancholisch, humorvoll und unglaublich würzig.

 

21.-23. März 2026 „Die Gesichter der Hedy Lamarr

Hedy Lamarr war ungewöhnlich vielseitig. Sie führte ein Leben wie aus einem Abenteuerroman, mit unzähligen Höhen und Tiefen. Berühmt und gefeiert wurde sie als die „schönste Frau der Welt“ und als großer Leinwandstar, doch wirklich Geschichte schrieb sie mit ihrem Beitrag zum technischen Fortschritt. Die vielen Schichten einer faszinierenden Persönlichkeit werden in dieser Produktion gefühlvoll und tiefgründig erarbeitet.