„Mit der Dunkelheit aber kommen die Geräusche: Als wäre mit dem Kippen des Lichtschalters/ dem Verlöschen des Lichtes und L.`s damit indirekt zusammenhängenden eigenem Stillstand automatisch auch das In–Gang–Setzen von Lärm verbunden: Beginnt es in Zimmerecke/ hinter/ unter der Wand-oberfläche leise zu rascheln: Trockenes Sandgeriesle und zwischendurch immer wieder eine Art Schaben/ Reiben von Knochenartigem auf hartem/ Hohl klingendem Putz/ Beton; alles sehr flink, als stünde die Erzeugung des Geräusches unter großem Druck/ in Eile. Leiser, sich aber letztlich trotzdem darüber legend, weil viel flächiger: Das Federrauschen von L.`s Tuchent, als er sich, um besser hören zu können, leicht zur Seite/ in Richtung des Geräusches dreht: Restlose Überdeckung für einen Moment; und auch danach, als L. wieder völlig bewegungslos/ lauschend liegt: Bleibt es still, einige Zeit.“ Öffnungen, Jürgen Lagger
Wir sind unentwegt umgeben von Lebendigem und scheinbar Totem. Unser Körperraum endet an unserer Hautgrenze und geht direkt über in unsere Umgebung. Dort kreucht und fleucht es, wie in uns, fast unmerklich. Insekten erobern die Erde seit 500 Millionen Jahren, seit 2 Millionen Jahren leben wir mit ihnen. In Haushalten, im Privaten, in Nischen und Ritzen, in und außerhalb unserer Lebensbereiche schreiben wir ihnen Eigenschaften zu, machen sie uns zu eigen, erforschen, verspeisen und fürchten sie. Mit den Mitteln des Figuren- und Objekttheaters verschieben wir Dimensionen und ermöglichen ein Gespräch zwischen SpielerIn/BeobachterIn und Insekt.
Ein Schauspieler, zwei BildgestalterInnen/FigurenspielerInnen, ein Musiker und eine Choreographin suchen gemeinsam das (Klein-)Tierische in ihrer unmittelbaren Umgebung. Welche Rückschlüsse lassen sich von Insekten auf uns schließen? Wir beleuchten Mensch-Tier-Beziehungen aus (kunst-)historischer, psychologischer und soziologischer Perspektive. Welche Urängste verbergen sich in der Angst vor Insekten; wo werden Grenzen überschritten? Wie werden diese Grenzen sichtbar? Eine Stückentwicklung in der in einem mehrmonatigem Prozess Musik, Bilder, Text und Bewegungen entstehen.
Spitzwegerich // Konzept & Produktion
Termine:
Di., 4.6. und Mi., 5.6.2019, 19:30 Uhr
Team: Simon Dietersdorfer // Schauspiel
Raumschiff Engelmayr // Musik Birgit Kellner // Ausstattung, Figurenbau, Spiel
Alex. Riener // Outside Eye Christian Schlechter // Ausstattung, Figurenbau, Spiel Daniela-Katrin Strobl // Choreografie Christoph Bochdansky // Beratung
Spitzwegerich + Julia Haas // Photocredits Dauer: ca 70 min
www.spitzwegeriche.at
Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7 sowie vom SKE Fonds / austro mechana
Es geht um einen typisch einfachen Menschen, der aus dem Kontext des Alltages herausgezogen und auf die Bühne gesetzt wird. Lassen Sie uns einige Gramm unsinnige Geschichte hinzufügen oder ihn in komische Situationen tauchen selbstverständlich nicht mit seinem Willen. Dann wird er sich gleich nicht mehr am richtigen Platz fühlen.
Das Spiel des physischen Schauspielers im Spektakel “Out od the place” beleuchtet die Peripetien des einfachen Menschens, der in den ungewöhnlichen Bühneraum getaucht wird, ein gewöhnlicher Körper in der Mechanik des Theaters. Der Körper reagiert, kämpft, spielt unter dem Licht der Widersprüche, in die er geworfen wird. Seine Gefahren unterscheiden sich nicht von unserem Umherirren, um einen besseren Platz zu finden.
Diese Verwirrungen sind eine echte Quelle der Inspiration. Die Frage wird offen gelassen: “Wer weiß, wo sein Platz ist? Der echte Platz?”.
Wenn Sie eine Antwort darauf haben, dann treten Sie auf der Bühne auf!
Autor&Schauspieler Guerassim Dischliev Äußerer BlickEdouard Dessous le Moutier Dauer: 59 Minuten (vielleicht ein bisschen mehr)
Der Wunsch des Autors Es handelt sich um ein Spektakel, das ich im schwierigsten Moment meines Lebens schuf. Genau aus diesem Grund sagte ich mir, dass genau dieses Spektakel zum Lachen bringen muss. Nicht mehr! Es gibt weder verwickelte philosophische Fragen, noch existenzielles Nachfragen. Es soll keinen Kopfschmerz verursachen, sondern einfach zum Lachen bringen.
In meinen zahlreichen Reisen – von Argentinien bis in die Tschechische Republik, von Panama bis Südkorea, an die Atlantikküste in Afrika oder zu den Inseln des Indischen Ozeans – ich schaute immer in die Augen der Zuschauer. Ich begriff immer gleich: Hier besteht eindeutig Bedarf am Lachen. Hieraus entstand mein Wunsch, dieses Spektakel zu schaffen, das alle Menschen überall zum Lachen bringt. Das Sujet bietet mir mein Leben und stellte sich als sehr interessant heraus. Ich selbst befinde mich hier und jetzt stets am unpassenden Platz. Es ist nicht leicht, über sich selbst zu lachen. Lachen wir über die gleichen Sachen, an derselben Stelle? Ist das Lachen überall ein…? Meine persönliche Antwort ist JA!
Wenn wir uns nicht zu ernst nehmen, die Situation nicht komplizieren und zu unserer Kindheit zurückkehren, dann werden alle überall lachen. Über wen werden sie lächeln? Vielleicht über mich, oder über sich selbst. Das Lachen im Saal…
Man kann sich doch zu wenig vorstellen. Dazu ist das Leben zu übermächtig, zu bunt, zu krass.
Ein Monologstück über Erinnerung und Trauma. Der Zuschauer wird Zeuge eines inneren Kampfes, den die Protagonistin selbst nur bedingt wahrnimmt. Lebt es sich leichter als Puppe? Bin ich für alles verantwortlich, was ich empfinde? Das Marie-Fragment kehrt zurück und findet im Schubert Theater seine vielleicht vollste Inkarnation.
In Marie-Fragment geht es um den stark subjektiven Rückblick einer alternden Frau auf ihr Leben. Sie führt sich dabei wichtige Stationen ihres Lebens vor Augen, erinnert sich an ihre Ehe, ihr Verhältnis zu ihrer Mutter, doch der zentrale Punkt ist der Verlust des eigenen Kindes.
Andere Mütter haben andere Sorgen. Jede sagt, sie versteht deinen Schmerz, weil sie ja auch Mutter ist, aber es stimmt nicht. Wir sind alle auf unsere Art alleine mit unseren Kindern.
Ein einsamer Strand in Nordafrika. Das letzte Boot ist auf dem Weg nach Babylon, dem Gelobten Land. Ein nervöser Kapitän wartet ungeduldig auf seine letzten Passagiere, alles Flüchtlinge. Mit am Strand wartet das Böse. Der Teufel selbst. Wartet. Lauert. Auf einen ganz bestimmten Passagier. Eine griechische Tragödie kündigt sich an, und Gott selbst muss schließlich eingreifen.
Eine moderne biblische Geschichte über den Menschen und sein Schicksal.
In leicht verständlicher englischer Sprache! VORVERKAUF AB 20.1.2018 A nervous captain waits impatiently for his last passengers, all refugees. They try to board at any cost the last boat to Babylon, the promised land.
Some manage to get aboard. Others are left behind.
The boat sinks and goes under. Who will survive, who will not?
God and his Son and the Devil try to intervene. But they don’t really know how, because “sometimes Bad can turn out Good and Good can turn out Bad”.
BABYLON – an absurd story about man and the absurdity of his fate.
Text, puppets, creation and performing: Neville Tranter
Regard Exterieur: Wim Sitvast
Soundscape: Ferdinand Bakker
Manchmal ernst, manchmal nüchtern und ab und zu verspielt führen diese zwei Artisten Sie immer wieder in die Irre.
Wir sagen: Entspannen Sie sich. Lassen Sie Ihre Erwartungen fallen und genießen Sie es, wenn die Realität in den Hintergrund tritt. NiE dagewesene Illusionen vor, hinter, neben und mit schwarzen Stellwänden, dazu romantische und unromantische Jonglage sowie Objekte mit Charakter und Gliedmaßen mit einem Hauch von Persönlichkeit.
Die Darbietung ist für gehörloses und schwerhöriges Publikum ebenso genießbar wie für Menschen mit normal ausgeprägtem Hörsinn. Gebärdensprache (ÖGS) wird in der Show aktiv eingesetzt und für Menschen, die sie nicht verstehen, aufgeschlüsselt.
Darstellung und Inszenierung: Melanie Möhrl, Bernhard Zandl
Musik: Vitus Motreskou
Outside Eye: Andreas Simma
Fotos und Video: Sonja Lukas (www.soisayboth.com) www.niecompanie.com
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