Chef: Was können Sie, was eine Maschine nicht auch kann?
Georg: Seemannslieder singen.
Georg und Gabi sind Sachbearbeiter. Solide, fast angesehene, fast zukunftsträchtige Arbeit in unsicheren Zeiten. Gabi hat innovative Ideen und wartet schon lange auf eine Beförderung, während Georg nur seine Ruhe und seine Schreibmaschine zurückhaben will.
Doch die unterschiedlichen Kollegen eint die Sehnsucht nach einem anderen Leben, im Herzen sind sie raue Räuber auf See. So haben sie der trostlosen Stimmung, den schlechten Anzügen und den sich aufdrängenden Grundsatzfragen etwas entgegenzusetzen: Seemannslieder, die sie im Duett singen. Denn nicht immer ist der Alltag am Schreibtisch erfüllend. Insbesondere, wenn sie genauer darauf achten, was sie da eigentlich den ganzen Tag machen. Oder wenn der Chef sie geradeheraus fragt, wen von ihnen beiden er wegrationalisieren kann.
Premiere: 28. September 2019
Stückentwicklung von Christoph Hackenberg & Jana Schulz
Eine Koproduktion mit dem Schubert Theater Wien.
Dauer: ca. 60 Minuten
Premiere:
Photos (c)Sebastian Kainradl
Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.
Alfred Döblins 1929 erschienenes Buch „Berlin Alexanderplatz“ ist gleichzeitig Erweckungsroman, Zeitdokument und visionärer Ausblick auf die entfremdete Welt der Moderne und Postmoderne. Seine Helden sind die Stadt und ihre Menschen, die eine Symbiose eingehen und ohne einander verloren wären. Berlin bietet das Biotop für Franz Biberkopf, der exemplarisch steht für Millionen kleiner Leute, die ins Leben geworfen werden und versuchen sich durchzuschlagen und nicht unterzugehen. Döblin, der im Berlin der 20er Jahre als Nervenarzt arbeitet, fasst seine Beobachtungen in einem Roman zusammen, der weit über seine eigene Zeit hinaus weist bis in unsere Gegenwart hinein. Er beschreibt mit Franz Biberkopf und den weiteren Figuren wie Reinhold, Lina, Mietze, Dreske und Pums den neuen alten Menschen, der unzureichend gerüstet in eine Zeit aufbricht, die ihn vor ungeahnte Herausforderungen stellt.
Das Wiener Schubert Theater hat sich in der Spielzeit 2018/19 die Erkundung der Wirklichkeit zu seinem Motto gemacht. Eine solche Expedition in den Alltag und an die Wurzeln der menschlichen Existenz ist Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“, der zu den Schlüsselerzählungen des 20. Jahrhunderts zählt. Mittels des Figurenspiels kann das Theater zur Experimentalbühne werden und die große Welt im Kleinen erforschen, ohne von vorne herein zu scheitern oder lächerlich zu wirken, denn es ist ein fraglos wahnwitziges Unterfangen den Kosmos Berlin, den Kosmos Großstadt, den Kosmos Mensch auf eine Bühne stellen zu wollen.
Dauer: ca. 75 Minuten
Premiere: 26. April 2019
Termine sind im Spielplan aufgeführt.
Regie & Fassung: Martina Gredler
Spiel: Aleksandra Ćorović, Markus Peter Gössler Puppenbau: Christoph Bochdansky Musik & Dramaturgie: Jana Schulz Bühne: Claudia Vallant Kostüm: Lisa Zingerle Licht: Simon Meusburger
Eine Produktion des Schubert Theater Wiens.
Unterstützt durch die Stadt Wien und das Bundeskanzleramt Österreich.
An international puppet theatre festival for the international puppet day: an extraordinary program to immerse yourself in the world of puppetry. In addition to the biographical work „Sunshine and Rain – How I became a puppeteer“ by the Austrian puppet artist Heini Brossmann (Theater Trittbrettl), we are presenting for the first time in Vienna the Sofie Krog Teater from Denmark and the documentary movie „Resistance Puppetry“ from ORF editor Sabina Zwitter-Grilc.
Initially trained in Physical Theater and Method Acting, Sofie Krog entered the Puppet Universe in 2002. Since then she has worked as a self-taught puppeteer and puppet maker on her own pieces. In 2004, she produced her first solo performance, DIVA, which stunned the international puppet scene. Her innovative concepts, gripping stories and abstruse but tangible characters amaze the audience and whet guests appetite for more. That’s why we are showing a retrospective of her three solo pieces „DIVA“, „The House“ and the latest „Circus Funestus“.
Heini Brossmann has been on stage since the early 80s and founded the Theater Trittbrettl. In the last 20 years he insistently tries to refute the prejudice, puppet theater is for children only. The dialogue with the public, always conscious of its offering to theater for young and old, is the focus here.
As accompanying programme to the festival the documentation „Resistance Puppetry“ from ORF editor Sabina Zwitter-Grilc will be shown as well. The documentary shows artists who are rebeling against the world’s rulers with their puppets. A resistant film documentary with Neville Tranter, Matija Solce, Ariel Doron, Nikolaus Habjan and many more.
DIVA (Sofie Krog Teater) Thu, 21.3. 19:30, nonverbal In the depths of a dark and quirky cabaret, the lives of a beautiful diva, her lovesick butler, a mischievous lab assistant and a beyond-mad scientist are about to collide. Audience members are lured into the mystery within the cabaret walls as each character endures an ill-fated night that may well be their last.
THE HOUSE (Sofie Krog Teater) Fri, 22.3. 19:30, englisch/english A comedy thriller: Miss Esperanza is dying and decides to change her last will. Instead of her nephew Henry and his wife Flora, the money and the house will be handed over to the orphans Tony and Bruno. Flora overhears the conversation between the lawyer and Miss Esperanza and forges a devious plan. On an inimitable humorous basis, terrible and disgusting events occur in and around the house.
CIRCUS FUNESTUS (Sofie Krog Teater) Sat, 23.3. 19:30, englisch/english The evening has begun, Circus Funestus entertains a contented audience with subtle and delicate tricks. But on this special evening, the microscopic hero of the story, Mr. Flea, confesses his love for the adorable elephant in the circus! This desperate declaration of love starts the intrigue – the evil villain, Mr. Whip, gets furious with jealousy and the otherwise entertaining show is about to collapse… Now begins a fast-paced and icy chase to rescue both – the love and the circus – from downfall. Welcome to a high-speed circus show where puppets, movies, music and transformative effects create a weird and magical universe!
https://www.youtube.com/watch?v=jsto1mqYEOo
SONNENSCHEIN & REGEN – Wie ich Puppenspieler wurde (Heini Brossmann) Sun, 24.3. 18:00, deutsch/german Das alte Tonband seines verstorbenen Vaters führt Heini zurück zu seinen Kindheitserinnerungen. Er fängt an, die Welt seiner Kindheit, in der er als Bub lebte, zu rekonstruieren: Ein Kind, das fantasievolle Landschaften und Abenteuer, tiefe Gefühle und Selbstdarstellung erforscht und die Welt, in der er lebt, und ihre Spannungen und Trauer im Spiel zu bewältigen versucht – und dadurch den Weg zur Kunst des Puppenspiels findet.
Resistance Puppetry – Dokumentarfilm Fri.&Sat, 22.&23.3. 18:00, So, 24.3. 16:30 As accompanying programme the documentation „Resistance Puppetry“ from ORF editor Sabina Zwitter-Grilc will be shown as well. The documentary shows artists who are rebeling against the powerful with their puppets. A resistant film documentary with Neville Tranter, Matija Solce, Ariel Doron, Nikolaus Habjan uvm.
Ein internationales Figurenfestival zum internationalen Puppentag: Ein außergewöhnliches Programm, um vollends in die Welt des Figurenspiels einzutauchen. Neben dem biografischen Werk „Sonnenschein und Regen – Wie ich Puppenspieler wurde“ des österreichischen Puppenkünstlers Heini Brossmann präsentieren wir erstmals in Wien das Sofie-Krog-Theater aus Dänemark und zeigen die dreisprachige Dokumentation „Puppenspiel des Widerstands“ von ORF-Redakteurin Sabina Zwitter-Grilc.
Ursprünglich in Physical Theatre und Method Acting ausgebildet zieht es Sofie Krog im Jahr 2002 in das Puppen-Universum hinein. Seitdem arbeitet sie als Autodidaktin in Puppenspiel und Puppenbau an ihren eigenen Stücken. Im Jahr 2004 produzierte sie ihre erste Solo-Performance, DIVA, die die internationale Puppenszene aufhören lies. Durch innovative Konzepte, packende Geschichten und abstruse aber greifbare Charaktere überzeugt sie das Publikum und macht Lust auf mehr. Deswegen zeigen wir gleich eine Werkschau ihrer drei Solostücke „DIVA“, „The House“ und das neueste „Circus Funstest“.
Heini Brossmann ist bereits seit den frühen 80er-Jahren auf der Bühne. In den letzten 20 Jahren bemüht er sich mit seinem Theater Trittbrettl, das Vorurteil Puppentheater sei nur für Kinder, zu widerlegen. Der Dialog mit dem Publikum, immer im Bewusstsein dessen Theater für Groß und Klein anzubieten, steht dabei im Mittelpunkt.
Der Dokumentationsfilm „Lutkarstvo upora/Puppenspiel des Widerstandes/Resistance Puppetry“ zeigt KünstlerInnen, die sich mit ihrem Puppenspiel gegen die Mächtigen auflehnen. Eine widerständische Filmdokumentation mit Neville Tranter, Matija Solce, Ariel Doron, Nikolaus Habjan uvm.
DIVA (Sofie Krog Theater): 21.3.2019
In den Tiefen eines dunklen und schrulligen Kabaretts tauchen wir ein in das Leben einer wunderschönen Diva, ihres liebenswürdigen Butlers, eines verrückten Wissenschaftlers, seines Assistenten Eddie und der Starakrobaten, den Brüdern August und Carlos. Jeder dieser Charaktere trägt ein Geheimnis in sich und jeder erträgt eine unglückselige Nacht, die wohl eine seiner letzten sein könnte. In einer komödiantisch-grotesken Inszenierung zeigt Sofie Krog in aberwitzigen kleinen Episoden und in einer ausgeklügelten Bühnenkonstruktion das Leben der „Diva“ – vor und hinter den Kulissen. Skurrile Figuren treiben sich herum und schachern um die Würde, den Ruhm und die Liebe.
THE HOUSE (Sofie Krog Theater): 22.3.2019 Ein Comedy-Thriller: Miss Esperanza liegt im Sterben und beschließt den letzten Willen ihres Testaments zu ändern. Statt an ihren Neffen Henry und seine Frau Flora soll das Geld und das Haus an die Waisen Tony und Bruno übergeben werden. Flora belauscht das Gespräch zwischen dem Anwalt und Miss Esperanza und schmiedet einen teuflischen Plan. Auf unnachahmbar humorvoller Basis tragen sich im und um das Haus schreckliche und abstoßende Ereignisse zu.
CIRCUS FUNESTUS (Sofie Krog Theater): 23.3.2019 Der Abend hat begonnen, Circus Funestus unterhält ein zufriedenes Publikum mit subtilen und zarten Kunststücken. Aber an diesem besonderen Abend erklärt der mikroskopische Held der Geschichte, Mr. Flea, seine Liebe zu dem entzückenden Elefanten im Zirkus! Diese hoffnungslose Liebeserklärung lässt die Intrigen rollen – Der böse Bösewicht, Mr. Whip, wird sauer vor Eifersucht und die ansonsten unterhaltsame Show steht vor einem Zusammenbruch… Jetzt beginnt eine rasante und eisige Jagd, um die Liebe und den Zirkus vor dem Untergang zu retten. Willkommen zu einer High-Speed-Zirkus-Show, in der Marionetten, Filme, Musik und transformative Effekte ein komisches und magisches Universum erschaffen!
SONNENSCHEIN & REGEN – Wie ich Puppenspieler wurde (Heini Brossmann/Theater Trittbrettl) Das alte Tonband seines verstorbenen Vaters führt Heini zurück zu seinen Kindheitserinnerungen. Er fängt an, die Welt seiner Kindheit, in der er als Bub lebte, zu rekonstruieren: Ein Kind, das fantasievolle Landschaften und Abenteuer, tiefe Gefühle und Selbstdarstellung erforscht und die Welt, in der er lebt, und ihre Spannungen und Trauer im Spiel zu bewältigen versucht – und dadurch den Weg zur Kunst des Puppenspiels findet.
Das neue Figurentheater-Kammerkonzert mit Musik von Ludwig van Beethoven und Ausschnitten aus seinen Briefen, Konversationsheften und Zeitzeugenberichten.
Freitag, 16. März 1827 – Beethoven ist tot. Im Sterbezimmer in der Schwarzspanierstraße findet Anton Schindler einen Brief: „Mein Engel, mein alles, mein Ich…“
So beginnt einer der wohl berühmtesten Liebesbriefe der Musikgeschichte. Es ist jener – von Beethoven nie abgeschickte – Brief an seine „unsterbliche Geliebte“. Doch wer war die große Liebe Ludwig van Beethovens? Kaum ein Thema hat die Musikwissenschaft während der letzten 100 Jahre mehr beschäftigt wie die Frage nach der Identität der Unsterblichen Geliebten. Unzählige Publikationen gehen auf die Spurensuche und wurden heftig und oft kontrovers diskutiert. Nun hat die kanadische Musikwissenschaftlerin Rita Steblin endlich den letzten Beweis entdeckt, wer die geheimnisvolle Frau war, die die einzige große Liebe des genialen Wegbereiter der Romantik war. In einer einzigartigen Kombination aus Kammerkonzert und Figurentheater präsentieren wir diesen Musikkrimi. Eine wahre Geschichte aus der Wirklichkeit und ein sinnliches, intensives Theatererlebnis.
Idee und Buch: Klaus Christa mit Simon Meusburger Regie: Simon Meusburger Puppenspiel: Christoph Hackenberg, Almut Schäfer-Kubelka Epos:Quartett: Christine Busch und Verena Sommer (Violine), Klaus Christa (Viola) und François Poly (Violoncello) Puppenbau: Claudia Six Ausstattung & Kostüm: Lisa Zingerle Musikwissenschaftliche Beratung: Dr.in Rita Steblin
Uraufführung am 26. FEBRUAR 2019 im Schubert Theater Wien Weitere Termine: 27. Februar – 2. März, 28. – 30. Mai 2019 (Schubert Theater Wien) 13. – 16. März 2019 (Pförtnerhaus Feldkirch, Vorarlberg)
25 Jahre Einsamkeitvon Klaus Christa «Nicht sehen trennt von den Dingen, nicht hören trennt von den Menschen.» Dieses Kant zugeschriebene Zitat drängt sich mir in den Sinn, wenn ich an die Tragödie Beethovens – seine Taubheit – denke. Für Laien schwer vorstellbar und doch ganz klar: Das kleinste Problem seiner Taubheit war für Beethoven das Schreiben von Musik. Es war für ihn ein Leichtes, die Musik innerlich zu hören und dann zu notieren. Die Tragödie seiner Taubheit lag in den für ihn daraus erwachsenden sozialen Schwierigkeiten. Seine Schwerhörigkeit trennte ihn von der Welt der Menschen um ihn herum. Interaktion wurde unendlich schwierig und mühsam, seine davor schon ausgeprägte Neigung zu misstrauen, verstärkte sich. Welche Zumutung diese Krankheit für ihn war, erfahren wir in einem erschütternden Brief an seinen Jugendfreund Wegeler aus dem Jahre 1801. Zum ersten Mal berichtet er von seiner großen und bedrückenden Not: «Ich kann sagen, ich bringe mein Leben elend zu, seit zwei Jahren fast meide ich alle Gesellschaften, weil es mir nicht möglich ist den Menschen zu sagen: Ich bin taub. Hätte ich irgend ein anderes Fach, so ging’s noch eher, aber in meinem Fache ist das ein schrecklicher Zustand; dabei meine Feinde, deren Zahl nicht geringe ist, was würden diese hierzu sagen!»
Wir erkennen die Scham, die Beethoven erfüllt. Ihm ist völlig bewusst, dass ein tauber Musiker für die meisten Menschen eine befremdende Vorstellung ist. Er schreibt weiter: «Um Dir einen Begriff dieser wunderbaren Taubheit zu geben, so sage ich Dir, dass ich im Theater ganz dicht am Orchester anlehnen muß, um den Schauspieler zu verstehen. Die hohen Töne von Instrumenten, Singstimmen, wenn ich etwas weit weg bin, höre ich nicht; im Sprechen ist es zu verwundern, daß es Leute gibt, die es niemals merkten; da ich meistens Zerstreuungen hatte, hält man es dafür. Manchmal hör’ ich den Redenden, der leise spricht, kaum, ja die Töne wohl, aber die Worte nicht; und sobald Jemand schreit ist es mir unausstehlich. Was nun werden wird, das weiß der liebe Himmel. (…) Ich habe schon oft – mein Dasein verflucht; (…) Ich will, wenn’s anders möglich ist, meinem Schicksale trotzen, obschon es Augenblicke meines Lebens geben wird, wo ich das unglücklichste Geschöpf Gottes sein werde.» Ab 1818, also neun Jahre vor seinem Tod, war es für die Menschen um Beethoven nur noch möglich, sich in seine Konversationshefte schreibend mitzuteilen. Braun von Braunthals berichtet von einem Gasthausbesuch Beethovens: «So trat er ein, setzte sich zu einem Glas Bier, rauchte aus einer langen Pfeife und schloss die Augen. Angesprochen oder vielmehr angeschrien von einem Bekannten, schlug er die Lider auf wie ein aus dem Schlummer geschreckter Adler, lächelte wehmütig und reichte dem Sprechenden ein Heft Papier mit dem Stifte hin, den er aus seiner Brusttasche zog, und ermahnte ihn mit jener den Tauben eigenen kreischenden Stimme, das zu Fragende niederzuschreiben. War dies geschehen, so schrieb er die Antwort sogleich freundlich darunter oder gab eine solche auch mündlich.»
Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass Beethoven bis zu seinem Tode 400 Konversationshefte füllte, dann bekommen wir eine Idee davon, mit welchem Aufwand der Kontakt zur Welt für ihn verbunden war: Heft herausnehmen, Bleistift anbieten, den anderen schreiben lassen und dann meistens mündlich reagieren, sehr selten schriftlich. Flüssige Gespräche waren nicht mehr möglich. Das oft so beglückende Hin und Her der Worte war gebremst und es ist auch sehr wahrscheinlich, dass sich die Gesprächspartner auf das Wesentliche konzentrierten.
Was es mit einem Menschen macht, wenn er Jahre seines Lebens in dieser radikalen Isolation und Verlangsamung bzw. Fokussierung der Kommunikation leben muss, wissen wir im Falle Beethovens genau. Die Werke seiner letzten neun Lebensjahre entwickeln sich in eine neue Dimension, die in den fünf letzten Streichquartetten gipfelt: Beethoven ist zum komponierenden Philosophen geworden. Wer die philosophische, spirituelle Aussage dieser Werke verleugnet, für den sind diese Quartette auch heute noch verstörend. Wer aber anerkennt, dass sie das Leben abbilden, wie es für Beethoven wirklich war und nicht, wie er es sich gewünscht hätte, der wird durch diese Musik zutiefst getröstet. Wahrscheinlich bedurfte es dieser Einsamkeit: Sie trotzte ihm, dem Mutigen, die Entschlossenheit ab, so kompromisslos und ehrlich zu sprechen, wie er es mit diesen letzten Meisterwerken getan hat.
Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.
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