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Puppen sterben besser Festival 2019

Puppen sterben besser! Das beweist das Schubert Theater auch bei der 3. Auflage des Festivals und zeigt rund um Halloween, Allerseelen und Allerheiligen amüsant-schauderöses Figurentheater. Internationale Gäste laden ein, sich mit einem Thema zu befassen, das uns alle betrifft – der Endlichkeit.

So erforscht Barbara Spitz (AT) in ihrer Solo-Show „Liebesg’schichten & Todessachen“ mit viel Wärme und noch mehr schwarzem Humor Tabus und skurrile Gebräuche unterschiedlicher Kulturkreise rund ums Sterben. Doch der Tod muss nicht immer das Ende sein: Kaufmann & Co (DE) machen einen der berühmtesten Theatertode zum Ausgangspunkt ihres Stücks „Romeo & Julia – Liebe & Tod in der Küche“. So rasant es hier im Cateringbereich zugeht, so entschleunigend steht dem die Produktion „RAW“ von Edita Valášková und Šimon Dohnálek (CZ) entgegen. Die zwei jungen Puppenspieler bringen eine bewegte und bewegende Metapher über das Unvermeidliche auf eine kleine Tischbühne, die ohne Worte und dadurch umso persönlicher daherkommt. Außerdem zeigen Rebekah Wild (NZ) und Barbara Kriegl (AT), dass manches Alter unterschätzt wird, und laden zu einem Hexenreigen ein – mit zwei alten Hexen, zwei alten Besen, zwei „Goya Weibern“. Und schließlich fürchten wir uns „im Blut“ gemeinsam mit unserem Lieblings-Trio-Fatal, dem Wienerlied-Duo Die Strottern und Christoph Bochdansky (AT) mit seinen tolldreisten Puppen.

 

DAS PROGRAMM:
LIEBESG’SCHICHTEN & TODESSACHEN (Barbara Spitz)
31.10. & 1.11.2019, , 19:30 Uhr
„Liebesg’schichten und Todessachen“, nach „Homesick“ Barbara’s zweite Solo-Show, basiert auf unerwarteten anarchistischen Vor-und Zufällen, die sich am Sterbebett ihrer Eltern ereignet haben. Unterstützt von zwei Puppen, die nicht ganz koscher sind, und dem einzigartigen Flair des Wiener Liedes der 20er und 30er Jahre, erforscht Barbara mit viel Wärme und britischem Humor die Tabus rund um das Sterben. Sie zelebriert Wiens morbide, unsentimentale Liebesaffäre mit dem Tod. Unterstützt von Otmar Binder am Klavier!

ROMEO & JULIA – Liebe und Tod in der Küche (Kaufmann&Co.)
2. & 3.11.2019, 19:30 Uhr
Romeo und Julia sind tot. Friede herrscht im lieblichen Verona. Ein Fest soll die Freundschaft der Familien besiegeln. Ausgerechnet die beiden Köchinnen der verfeindeten Häuser Capulet und Montague erhalten im Sinne der „Familienzusammenführung“ den Auftrag das Buffet gemeinsam vorzubereiten. Dabei flammt der Konflikt erneut auf. Sie verinnerlichen sich die Tragödie derart, dass sie in die Figuren schlüpfen und vor nichts zurückschrecken. Der Küchentisch wird zum „Kriegsschauplatz“ des Dramas: Gewürzgl.ser formieren sich zum Kampf, eine rote Peperoni verwandelt sich in den nach Julia fiebernden Romeo, Salz und Pfeffer gestehen sich rieselnd ihre Liebe, kleine Dickmänner singen zur Hochzeit Gospel,… Alles mündet in einem riesengroßen Spaß, der Schauspiel- und Objekttheater in Perfektion demonstriert, Poesie und rasante Szenenwechsel miteinander verbindet und beweist, dass Klassik durch den Magen gehen kann.

GOYA WEIBER (Wild Theatre & Theater Fidlfadn)
31.10. & 1.-3.11.2019, , 19:15 Uhr
Rebakah Wild und Barbara Kriegl lassen sich von Francisco de Goyas Werken inspirieren und zeigen uns, wie zwei alte Hexen auch heute noch tanzen! Unterstützt wird ihr nonverbaler Reigen mit Live-Musik von Scott Wallace. Von und mit Wild Theatre and Theater Fidlfadn.

 

 

IM BLUT (Christoph Bochdansky & Die Strottern)
5. & 6.11.2019, 19:30 Uhr
Ein Abend mit puppengespielten Miniaturen und Liedern über Existenzen, die versuchen ihre Wünsche einzufangen und dabei, wie soll´s auch anders sein, doch nur stolpern. Diese Geschichten werden begleitet und mit Liedern kommentiert von dem Wienerlied-Duo „die Strottern“. Ein Symposion über Geschichten des Umfallens und des Schmunzelns darüber, mit Musik und Puppenspiel. Wieso auch nicht, sich einen Abend der Sentimentalität leisten.

RAW (Dramalabel/Edita Valášková & Šimon Dohnálek)
1.11.2019, 18:00 Uhr
raw, rough, unprocessed, abraded, inexperienced, open. A man dying. A person living. We, puppets and Death. Ein berührendes Stück über die Grenzen zwischen Leben und Tod und das Sterben. Die zwei jungen Puppenspieler bringen eine bewegte und bewegende Metapher über das Unvermeidliche auf eine kleine Tischbühne. Ein eigentlich höchst intimer Moment, der wie so Vieles, in unserer durchorganisierten Welt institutionell abgewickelt wird. Ohne Sprachbarriere (sehr wenig Text auf Englisch)