Die Habsburg-Trilogie
Alles, was ihr schon immer über die Habsburger wissen wolltet? Nicht so ganz. Oder wusstet ihr etwa, dass Maria Theresia fast von einem Vampir gebissen wurde? Oder dass Kaiserin Elisabeth heimlich dem Stepptanz frönte? Ist das Geheimnis von Maximilian, dem letzten Ritter, bekannt? Wisst ihr, welche Verschwörungstheorien rund um Kronprinz Rudolf alle wahr sind? Und könnt ihr erahnen, in welchem nicht so fernen Jahr aus Österreich wieder eine Monarchie wird? Das Schubert Theater lädt zu einer Habsburg-Trilogie, in der Geschichte nicht nur neu interpretiert, sondern gänzlich neu geschrieben wird.
Im „Trauerspü'“ blicken wir in eine kaiserliche Zukunft Österreichs und wagen uns an die Frage, „Was wäre wenn…?“ auf habsburgerisch.
2025
Eine pflichtbewusste Laborantin arbeitet in einem Wiener Museumslabor an dem skurrilen Auftrag, die einstige Kaiserfamilie zu klonen. Doch das Projekt läuft nicht wie geplant. Mit einem missglückten Klonversuch entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der Wissenschaftlerin und ihrer „neuen“ Schöpfung. Gemeinsam hinterfragen sie aktuelle und historische Lebenskonzepte, Machtstrukturen und das Streben nach Perfektion. Kann das ach so einzigartige Herrschergeschlecht tatsächlich wieder auferstehen – und sollte es das überhaupt?
Kritiken
„Es zählt zu den gelungenen Einfällen von Autor Stephan Lack, welche unerwartete Wendungen sich im Rahmen der geplanten Rückkehr des Adelsgeschlechts auf die politische Bühne auftun. Als Theatergast darf man sich auf treffsichere Gesellschaftskritik freuen und das so unterhaltsam und humorvoll verpackt, dass keine Minute Langeweile aufkommt. Definitiv ein Must see – nicht nur für Fans des Figurentheaters!“ (Sandra Schäfer, Kulturfüchsin)
„Soffi Povo, die auch all die Puppen baute, agiert, als hätte sie deutlich mehr als zwei Hände. Als Schau- ebenso wie als Puppenspielerin. Ist scheinbar da und dort und überall. Und verfügt über unzählige Stimmen und Sprachverfärbungen. (…) Die 1¼ Stunden changieren zwischen Anspielungen an die einstige echte Geschichte und viel Situations- bzw. sprachspielerischer Komik der neugeschaffenen geisterhaften Figuren.“ (Heinz Wagner, KiJuKu)
„Es geht um Fragen nach Macht, Regentschaft, um das Nachzeichnen von Parallelen in der Geschichte (Aufrüstung, Erstarken von Faschismus etc.) und ob die Habsburger nicht doch besser in einem Vergnügungspark wiederauferstehen wollen. Wer die ersten beiden Teile nicht gesehen hat, kann auch bei Teil drei problemlos einsteigen.“ (Margarete Affenzeller, Der Standard)
DIE HABSBURGER
Die Familie Habsburg hat im 21. Jahrhundert keine politische Macht mehr, ihre Bedeutung liegt jedoch in ihrem historischen und kulturellen Erbe, ihrer Rolle in der österreichischen und europäischen Geschichte und ihrer symbolischen Funktion. Sie tragen zur kulturellen Identität Österreichs bei, fördern internationale Zusammenarbeit und sind in gemeinnützigen und repräsentativen Rollen aktiv. 2023/24 lud das Familienoberhaupt Karl Habsburg-Lothringen zum 750-jährigen Jubiläum, denn 1273 wurde der Schweizer Graf Rudolf I. von Habsburg zum ersten deutschrömischen König des Geschlechts gekrönt. In einem Festakt mit über 300 Gästen und Polizeischutz wurde u.a. im Palais Ferstl in Wien angestoßen. Mit dabei waren illustre Gäste wie Ukraines Botschafter Wassyl Chymynez, Ex-US Botschafterin Helene von Damm oder Museumsdirektorin Agnes Husslein.
Über 400 Familienmitglieder gibt es auf der ganzen Welt verstreut. Die Heiratspolitik hat also gewirkt. Dabei soll bereits Rudolf I. verflucht worden sein, und dieser “Habsburger-Fluch” für die hohe Sterberate bei Thronfolgern und den diversen Missbildungen verantwortlich gewesen sein. Unzählige Mythen kreisen um die einst mächtigste Familie Europas. Oft genug wurde nicht nur von ihr, sondern mit ihr Politik gemacht. So steht die Geschichtsschreibung des 21. Jahrhunderts vor der Herausforderung, gängige Referenzrahmen aufzubrechen und vertraute Narrative umzuschreiben.
Dauer: ca. 80 Minuten
Uraufführung: 21. März 2025 beim Internationalen Figurenfestival 2025
Überblick aller Teile der Habsburg-Trilogie
Weitere Termine folgen und werden zeitnah im Spielplan veröffentlicht.
Team
Mit: Soffi Povo
Regie: Simon Meusburger
Text: Stephan Lack
Puppen: Soffi Povo
Kostüm, Ausstattung & Produktionsleitung: Lisa Zingerle
Musik: Simon Meusburger, Markus-Peter Gössler
Licht & Technik: Simon Meusburger, Marvin Schriebl
Video im Stück: Simon Meusburger, Julia Braunegger
Video-Schauspiel: Markus-Peter Gössler
Bühnenbau: Angelo Konzett
Regieassistenz, Foto & Video: Julia Braunegger
Bühnenbauassistenz: Marika Kratzsch
Szenenfotos: Barbara Palffy
Foto- und Musikbearbeitungen wurden teils mit KI-Programmen durchgeführt (Dall-e & Udio).
Inhaltshinweis: Klon-Experimente, abgetrennte Körperteile, Eingeweide, morbider Humor
Eine Produktion des Schubert Theater Wiens. Unterstützt durch







0 comments on “Habsburger: A Trauerspü‘”