FÜNF TRAGISCHE WEISEN EINE FRAU ZU TÖTEN

ABGESPIELT

Die eigenen Hände waren die Ursache des eigenen Tods.

SONY DSC

Erleben Sie einen Abend mit Judy Garland, Virginia Woolf, Antigone, Madame Butterfly – und einer jungen, scheinbar gut im Leben stehenden Frau, die doch an der Sattheit des Lebens zu scheitern droht. Weder Yoga, noch Biokost noch Fairtrade-Klamotten scheinen Erfüllung zu bringen. Und warum unterhalten sich da vier berühmte Frauen in ihrem Kopf über die Möglichkeiten, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen? Da kann man sich doch nur fragen: „Wer bin ich – und wenn ja, wieviele?“ Schließlich haben sie alle eine Erfahrung gemeinsam: „Die eigenen Hände waren die Ursache des eigenen Tods.

 

Mit: Manuela Linshalm
Buch und Regie: Jasmin Sarah Zamani
Puppendesign/-bau, Kostüm, Ausstattung: Claudia Six und Lisa Zingerle
Photos: Barbara Pálffy

Dauer: 80 Minuten

Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.

Grünschnabel in Wien

2014 haben wir mit der Produktion „F.Zawrel“ den Grünschnabel-Preis des Schweizer Figurentheater-Festivals FIGURA in Baden gewonnen. Vor lauter Freude luden wir alle Nominierten im Herbst zu uns nach Wien ein – was für ein Fest!

Go!
Polina Borisova, Frankreich / Russland
In einem faszinierenden Geflecht von eigenen und fremden, erlebten und imaginierten Lebensepisoden erzählt Polina Borisova von der Einsamkeit, die einen bei der Reise in die Erinnerung befällt. Poetisch und humorvoll.

Der Freischütz
Samira Lehmann und Stefan Wenzel, Deutschland
Mit Objekten und Figuren, E-Gitarren und Hochzeitskleidern spielen Samira Lehmann und Stefan Wenzel um ihr Leben und entführen in kleine Idyllen und große Alpträume. Inmitten von Jagdglamour und Trashmusik geht es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Die Jagd und die Liebe.

Land in Sicht
Pascal Martinoli, Schweiz
Wenn ein Mensch alles besitzt. Alles. Dann sollte er doch glücklich sein. Nicht wahr? Leider ist das nicht immer so. Pascal Martinoli erzählt in seiner mit schwarzem Humor und gleichzeitig zarter Poesie durchtränkten Inszenierung von der Macht der Phantasie, und entführt das Publikum in eine Welt, die mit Geld nicht zu besitzen ist.

Zwischenfälle
Triebwerk Berlin, Deutschland
Auf der Erde träumen zwei alte Herren von einer Reise nach Brasilien. Im selben Moment fliegt hoch über ihnen eine Boeing 747 nach Rio de Janeiro. An Bord servieren die zwei Flugbegleiterinnen Veronika Thieme und Ulrike Langbein Geschichten aller Art: Adam trifft Eva, Eva trifft Leonardo, der Gelehrte trifft ins Schwarze und wieder einmal treffen sich die füreinander Bestimmten nicht… Ein Flug über den Atlantik, durch die absurden Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. Nicht mehr und nicht weniger. Frei nach Daniil Charms.

6 ÖSTERREICHER UNTER DEN ERSTEN 5

ABGESPIELT

Eine Koproduktion mit dem Rabenhof Theater

Die Geschichte eines Deutschen, der nach Österreich aufbrach, um entpiefkenisiert zu werden: Eine absurd-komische Puppenshow von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger, den nestroyprämierten Masterminds des zeitgenössischen Puppentheaters – auf den Brettern, die die Vorstadt bedeuten.

Wie dereinst Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt nach Amerika fuhr, zog der junge deutsche Student, Dirk Stermann, im Wintersemester 87/88 von Düsseldorf nach Wien, um eine für ihn fremde, exotische Welt zu erforschen und letztlich dort zu bleiben. Für einen fernreisenden Deutschen gibt es keine schwierigere Aufgabe, als in Österreich Integration zu erfahren. Zu viele exotische Eindrücke, oide Huan, fette Taxla, lesbische Zuhälterinnen, der Hundefetisch – eine neue Welt gilt es für ihn zu entdecken, eine neue Sprache zu lernen und vor allem, zu überleben.

stimmungsvoll-erdiges Puppentheater“ (Kurier)
brutal komisch“ (Falter)
die Puppen singen, tanzen, feixen, prügeln sich um die Publikumsgunst“ (Wiener Zeitung)

Puppenspiel: Manuela Linshalm, Nikolaus Habjan
Dirk Stermann: Richard Schmetterer
Musik: Kyrre Kvam
Buch: Dirk Stermann
Regie: Simon Meusburger
Photos: Barbara Pálffy

Dauer: 90 Minuten
Premiere 23. April 2014 im Rabenhof-Theater Wien

In Zusammenarbeit mit dem Theater Rabenhof.

Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.

DON QUIJOTE

ABGESPIELT

Die Geschichte des Alonso Quijano ist eine Geschichte des Scheiterns. Über das Aussteigen aus der Gesellschaft. Einer Gesellschaft des Überflusses. Es geht um das Scheitern, um die Flucht in den eigenen Kopf, um sich dann aus ihm heraus gegen die reale Welt zu wehren. Sich keine Gedanken über Gedanken anderer zu machen. Sich in Lächerlichkeit, in die “traurige Gestalt” zu stürzen.

Miguel Cervantes über 400 Jahre alter zum Weltklassiker gereifte Roman bildet die Grundlage der Figurentheater Produktion. Zwei Puppenspieler, Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm spielen darin in den verschiedenen montagehaft aneinandergereihten Episoden die unterschiedlichsten Figuren und lassen so die kühnen Visionen des „Ritters der traurigen Gestalt“ lebendig werden.

Die zentralen Themen des Romans sind bei Cervantes – ähnlich wie in den Stücken seines Zeitgenossen Shakespeare – Fragen: „Was ist Wirklichkeit? Was ist Traum? Der Konflikt zwischen dem Ideal und der Realität. Wie geht die Gesellschaft mit Wahnsinn oder einem Verrückten um?“ – Diese Themen können in der Form des Figurentheaters ideal umgesetzt werden. Ebenso die enge, untrennbare Freundschaft des Don Quijote mit Sancho Pansa wird durch die Figur und ihrer Verbindung zum Spieler wunderbar dargestellt.

„Don Quijote“ begegnen wir heute in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Menschen, die daran scheitern dem gängigen Gesellschaftsklischee zu entsprechen und für sich keinen anderen Ausweg finden als die Flucht in die Phantasiewelt der Tagträume bis hin zur Wahnvorstellung. Für alle diese Menschen soll unsere Don Quijote-Puppe eine Reflexionsfläche sein.

Mit: Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm
Regie: Simon Meusburger
Textfassung: Georg Holzer und Johannes Schmid
Puppendesign: Nikolaus Habjan
Puppenbau: Nikolaus Habjan und Lisa Zingerle
Kostüm: Lisa Zingerle
Bühne: Billie Lea Lang
Lichtgestaltung: Simon Meusburger
Regieassistenz: Lena Madl
Photos: Barbara Pálffy

Dauer: 100 Minuten
Premiere: 9. Oktober 2013

Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.

ALICE

ABGESPIELT

„Still she haunts me, phantomwise,
Alice moving under skies 
Never seen by waking eyes.…
In a Wonderland they lie,
Dreaming as the days go by,
Dreaming as the summers die:
Ever drifting down the stream – 
Lingering in the golden gleam – 
Life, what is it but a dream?“

Lewis Carroll’s zeitlose Nonsense Romane bilden die Grundlage für die Figurentheater-Produktion des Schubert Theaters. Folgen Sie Alice in die Abgründe des Kaninchenbaus. Eine Reise in die Tiefen einer Kinderseele, die in einer Welt voller merkwürdiger Regeln immer wieder versucht, den Sinn herauszufinden. Eine Welt die nicht verstanden werden kann. Öffnen Sie die Tür in eine Welt voller Paradoxa und Absurditäten, Traum und Albtraum zugleich. Unter der Regie von Simon Meusburger spielen Franziska Singer, Manuela Linshalm, Christoph Hackenberg und Andrea Köhler in dieser radikalen Version von Alice im Wunderland.

Premiere: 2013
Kritik

Alice: Franziska Singer
Puppenspiel: Manuela Linshalm, Christoph Hackenberg, Andrea Köhler
Buch und Regie: Simon Meusburger
Puppendesign: Claudia Six
Puppenbau: Claudia Six und Lisa Zingerle
Kostüm: Lisa Zingerle
Animation: Karoline Riha
Bühne: Max Mackinger
Photos: Barbara Pálffy

Dauer: 90 Minuten

Unterstützt durch die Stadt Wien und dem Bundesministerium.