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Welcome to the insects

„Mit der Dunkelheit aber kommen die Geräusche: Als wäre mit dem Kippen des Lichtschalters/ dem Verlöschen des Lichtes und L.`s damit indirekt zusammenhängenden eigenem Stillstand automatisch auch das In–Gang–Setzen von Lärm verbunden: Beginnt es in Zimmerecke/ hinter/ unter der Wand-oberfläche leise zu rascheln: Trockenes Sandgeriesle und zwischendurch immer wieder eine Art Schaben/ Reiben von Knochenartigem auf hartem/ Hohl klingendem Putz/ Beton; alles sehr flink, als stünde die Erzeugung des Geräusches unter großem Druck/ in Eile. Leiser, sich aber letztlich trotzdem darüber legend, weil viel flächiger: Das Federrauschen von L.`s Tuchent, als er sich, um besser hören zu können, leicht zur Seite/ in Richtung des Geräusches dreht: Restlose Überdeckung für einen Moment; und auch danach, als L. wieder völlig bewegungslos/ lauschend liegt: Bleibt es still, einige Zeit.“          Öffnungen, Jürgen Lagger

Wir sind unentwegt umgeben von Lebendigem und scheinbar Totem. Unser Körperraum endet an unserer Hautgrenze und geht direkt über in unsere Umgebung. Dort kreucht und fleucht es, wie in uns, fast unmerklich. Insekten erobern die Erde seit 500 Millionen Jahren, seit 2 Millionen Jahren leben wir mit ihnen. In Haushalten, im Privaten, in Nischen und Ritzen, in und außerhalb unserer Lebensbereiche schreiben wir ihnen Eigenschaften zu, machen sie uns zu eigen, erforschen, verspeisen und fürchten sie. Mit den Mitteln des Figuren- und Objekttheaters verschieben wir Dimensionen und ermöglichen ein Gespräch zwischen SpielerIn/BeobachterIn und Insekt.

Ein Schauspieler, zwei BildgestalterInnen/FigurenspielerInnen, ein Musiker und eine Choreographin suchen gemeinsam das (Klein-)Tierische in ihrer unmittelbaren Umgebung. Welche Rückschlüsse lassen sich von Insekten auf uns schließen?  Wir beleuchten Mensch-Tier-Beziehungen aus (kunst-)historischer, psychologischer und soziologischer Perspektive. Welche Urängste verbergen sich in der Angst vor Insekten; wo werden Grenzen überschritten? Wie werden diese Grenzen sichtbar? Eine Stückentwicklung in der in einem mehrmonatigem Prozess Musik, Bilder, Text und Bewegungen entstehen.

Spitzwegerich // Konzept & Produktion


Termine:
Fr., 14. und Sa., 15.12.2018, 19:30 Uhr
So., 16.12.2018, 17:00 Uhr

Preise:
€ 19 / € 12 ermäßigt

Team:
Simon Dietersdorfer // Schauspiel
Raumschiff Engelmayr // Musik
Birgit Kellner // Ausstattung, Figurenbau, Spiel
Alex. Riener // Outside Eye
Christian Schlechter // Ausstattung, Figurenbau, Spiel
Daniela-Katrin Strobl // Choreografie
Christoph Bochdansky // Beratung
Spitzwegerich + Julia Haas // Photocredits
Dauer: ca 70 min

www.spitzwegeriche.at
Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7 sowie vom SKE Fonds / austro mechana