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DON QUIJOTE

Die Geschichte des Alonso Quijano ist eine Geschichte des Scheiterns. Über das Aussteigen aus der Gesellschaft. Einer Gesellschaft des Überflusses. Es geht um das Scheitern, um die Flucht in den eigenen Kopf, um sich dann aus ihm heraus gegen die reale Welt zu wehren. Sich keine Gedanken über Gedanken anderer zu machen. Sich in Lächerlichkeit, in die “traurige Gestalt” zu stürzen.

Miguel Cervantes über 400 Jahre alter zum Weltklassiker gereifte Roman bildet die Grundlage der Figurentheater Produktion. Zwei Puppenspieler, Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm spielen darin in den verschiedenen montagehaft aneinandergereihten Episoden die unterschiedlichsten Figuren und lassen so die kühnen Visionen des „Ritters der traurigen Gestalt“ lebendig werden.

Die zentralen Themen des Romans sind bei Cervantes – ähnlich wie in den Stücken seines Zeitgenossen Shakespeare – Fragen: „Was ist Wirklichkeit? Was ist Traum? Der Konflikt zwischen dem Ideal und der Realität. Wie geht die Gesellschaft mit Wahnsinn oder einem Verrückten um?“ – Diese Themen können in der Form des Figurentheaters ideal umgesetzt werden. Ebenso die enge, untrennbare Freundschaft des Don Quijote mit Sancho Pansa wird durch die Figur und ihrer Verbindung zum Spieler wunderbar dargestellt.

„Don Quijote“ begegnen wir heute in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Menschen, die daran scheitern dem gängigen Gesellschaftsklischee zu entsprechen und für sich keinen anderen Ausweg finden als die Flucht in die Phantasiewelt der Tagträume bis hin zur Wahnvorstellung. Für alle diese Menschen soll unsere Don Quijote-Puppe eine Reflexionsfläche sein.

Mit: Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm

Regie: Simon Meusburger


Textfassung: Georg Holzer und Johannes Schmid


Puppendesign: Nikolaus Habjan


Puppenbau: Nikolaus Habjan und Lisa Zingerle


Kostüm: Lisa Zingerle


Bühne: Billie Lea Lang


Lichtgestaltung: Simon Meusburger


Regieassistenz: Lena Madl

Photos: Barbara Pálffy

Dauer: 100 Minuten