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Der Dämon – Christoph Bochdanksy

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Eine Mutmaßung über das selbstbestimmte Leben.
(In mir bin ich der Herr im Haus und sonst niemand – oder?)

Wir wissen, Dämonen sind jene Wesen aus dem Jenseits, die sich auch hier im Diesseits bemerkbar machen können. Jeder hat seine eigenen Dämonen. Man kennt sie oder auch nicht, doch wird man sie sein Lebtag nicht los. Bei mir liegt die Sache so: Mein Dämon ist laut Eigendefinition im „Mysterium des organischen Lebens“ zu Hause. Er meint damit, dass er in Pflanzen, Tiere und auch in Menschen hinein- und hinausschlüpfen kann, wie er will.

Jahrelang machte er mir alles gleich und zeigte sich, als er zu meinem perfekten Doppelgänger geworden war. Was für ein Aufwand, um mein Herz gleichsam von einem auf den anderen Herzschlag übernehmen zu können!

„Sein Herz wird den Unterschied zwischen seiner Brust und meiner Brust gar nicht merken.“

Der Dämon hat sein jenseitiges Schlabberleben satt. Er will seinen eigenen beherzten Körper haben. Da er aber mir mein Herz nicht einfach entreißen kann, ich es ihm freiwillig geben muss, benötigt er all seinen Geist und Witz um das zu erreichen.

Dauer: ca. 90 Minuten
Puppenbau und Spiel: Christoph Bochdansky
Regie: Peter Rinderknecht
Musik: die Strottern (Klemens Lendl, David Müller), Björn Ulvaeus, Benny Andersson