www.jura-swing.at

1936/37, als in Frankreich die Front Populaire regierte, hatte das Quintette de Hot Club de France mit dem Manouche Gitarristen Django Reinhardt (1911-1953) den Jazz, das ambitiöse Stiefkind der Musik, neu erfunden. Das Ensemble aus drei Gitarren, einer Violine und einem Kontrabass begann, den Swing de Paris nach ganz Europa und Übersee zu exportieren.

1936/37 in Wien, unter den politischen Bedingungen des Austrofaschismus, war die Kleinkunst, das ambitiöse Stiefkind des Theaters, gezwungen, sich zu verstecken: auf kleinen Bühnen und hinter falschen Namen. Jura Soyfer (1912-1939) schrieb seine wichtigsten Theaterstücke und machte aus der Not der Heimlichkeit literarische Tugend.

Die Poesie von Soyfers Liedtexten und die Musikalität von Reinhardts Kompositionen und Improvisationen könnten sich näher kaum sein. Der „Lechner Edi“ und seine Freundin Fritzi hätten ihren Mut und ihre Lebensfreude im „Matrosenlied“ so gut zur pompe manouche singen können. Und wo fänden sich die Trauer und Enttäuschung des „Vagabundenlieds“ besser wieder als in den Akkorden des Swing en Mineur?

Wir singen und spielen Lieder mit Texten von Jura Soyfer im Stil des Jazz manouche:
Jura Swing!

Das etwas andere Weihnachtsprogramm erwartet Sie in den nächsten Tagen im Advent bei uns.

Am 9. , 10. und 20. Dezember laden  Manuela Linshalm und Nikolaus Habjan sowie das Puppenensemble des Schubert Theaters zu einer bunten Mischung aus Prosa und Gedichten zur Weihnachtsein-und entstimmung ein. - Sch…öne Weihnachten!

Am 14. und 15. Dezember pfeift Nikolaus Habjan Kunst! Musikalisch unterstützt von Daniel Nguyen pfeift Nikolaus Habjan Werke
von Mozart, Händel, Verdi, Saint – Säens, Rossini, Delibes, Strauß Sohn u.v.a. – Ich pfeife auf die Oper

Am 17. Dezember laden wir zu einem märchenhaften Abend. In der grimmigen Jahreszeit gibt es nichts Besseres als zusammenzurücken und einer guten Geschichte zu lauschen. Ein Abend voll zauberhafter Träume, der Grausamkeit des Lebens und Wenn-sie-nicht-gestorben-sind…. – Ein märchenhafter Abend mit Franziska Singer und Julia Stipsits

Shakespeares berühmte Komödie um Verwirrungen, Intrigen und wahre Liebe in einer Neuinterpretation von Jasmin Sarah Zamani.

Junge verliebt sich in Mädchen. Mädchen geht laut Gerüchten fremd. Junge will aus gekränktem Stolz Rache. Mädchen nimmt Schaden. Wahre Geschichte kommt ans Tageslicht. Reue und Vergebungsansuchen kommen zu spät…oder doch noch nicht? Wir sind ja immerhin bei Shakespeare…

Wieter Infos: hier klicken!

Das Schubert Theater Wien präsentiert als erste Premiere der neuen Saison die faszinierende Umsetzung von Tod Brownings Filmklassiker als Theaterstück für Schauspieler und Puppen! Als der Film 1932 in die Kinos kam, erregte er vor allem wegen der Mitkwirkung von echten Freaks die Gemüter. Erleben sie die Geschichte dieser einzigartigen Zirkustruppe nun als vollkommen neue Theaterperformance.

Weiter Infos: hier klicken!

Puppenspiel: Nikolaus Habjan und Manuela Linshalm

Mit: Vivien Löschner und Christoph Hackenberg

Regie: Simon Meusburger

Wir verabschieden uns kurz in die Sommerpause und freuen uns auf die 5. Saison, die im September beginnt!

Monster und Jubiläen

Fünf Jahre Schubert Theater Wien. Das ist ein Grund zum Feiern. Und wir tun das mit zahlreichen neuen Produktionen. “Freaks”, basierend auf dem gleichnamingen Film von 1932, steht am Beginn unseres Monsterschwerpunkts. Die Produktion für Schauspieler und Puppen, erzählt die Geschichte einer Freakshow und ihren faszinierenden Protagonisten. Der Film sorgte einst für einen Skandal, da Regisseur Tod Browning mit echten Freaks arbeitete. Unsere Adaption fürs Theater kombiniert reale Biografien der damaligen Darsteller und die Filmvorlage.

Doch unser fünftes Jahr ist nicht das einzige Jubiläum! Vor 50 Jahren hob sich der Vorhang erstmals für Helmut Qualtingers Kultstück “Der Herr Karl”. Wir zeigen eine einzigartige Version des Klassikers als Puppentheater.

Vor 150 Jahren schließlich starb der österreichische Autor Johann N. Nestroy. “Der Zerrissene” wird auch in dieser Saison wieder auf unserem Spielplan sein.

Dies und vieles mehr erleben sie in unserer fünften Saison. Wir freuen uns, Sie im Herbst wieder in unserem Theater begrüßen zu dürfen und wünschen einen schönen Sommer!

Johann Nestroys berühmtes Stück über die Langeweile, die Dekadenz und die Sehnsucht nach der großen Liebe in einer Neuinszenierung von Nikolaus Habjan.

Der Zerrissene – vom 29. Noveber bis 2. Dezember im Schubert Theater Wien!

Smalltalkdomina und Altweibersommer – Zwei Einakter von Herbert Eigner. Drei Frauen auf der Suche. Nach dem Sinn des Lebens, nach einem Warum, nach Liebe. Ein Friseursalon und eine Parkbank am Friedhof. Absurd, witzig und berührend. Zu sehen vom 11. bis 16.April.

Savannah Bay – von Marguerite Duras. Savannah Bay steht für Erinnerung und Vergessen. Eine große alte Schauspielerin und eine junge Frau, die ihre Enkelin sein könnte, beschwören gemeinsam die Erinnerung an eine tödliche Liebe. Zu sehen vom 17. bis 20. April.

Eingerichtet und gespielt von Bert Oberdorfer

ACHTUNG: Aufgrund eines Fehlers wurde der Termin in unserem Printprogramm fälschlicherweise vertauscht, statt dem 8. findet der Abend am 7. April statt!

Termin: 7. April

Ursprünglich war es eine Erzählung, die Handke 1972 nach dem Selbstmord seiner Mutter schrieb. „Der bewegendste und literarisch bedeutsamste Nachruf, der wohl je einer Mutter zuteil wurde“ (DIE ZEIT). Bert Oberdorfer hat daraus ein Stück gemacht. „Er verwandelt sich diese Klage über die Sprach- und Fühllosigkeit kongenial an, denn er zeigt auch den ohnmächtigen Kampf des Sohnes, den dieser mit Bildern führt, die er sich von der Mutter gemacht hat und die schließlich auch immer Teil seines eigenen Lebens sein werden.“ (Kölnische Rundschau)

Unsere Produktion “Becoming Peter Pan” wurde aus über 30 europäischen Teilnehmern ins Finale der besten 6 für den “Grünschnabel 2012″ nominiert. Der renomierte Figurentheaterpreis wird im Juni in Baden in der Schweiz vergeben.

Sie haben im Jänner nocheinmal die Gelgenheit diesen faszinierenden Theaterabend live in Wien zu erleben, wenn sich ab dem 18. Jänner der Vorhang für den fiktiven Epilog auf den großen Entertainer hebt.

Becoming Peter Pan – An Epilogue to Michael Jackson erzählt die faszinierende Geschichte eines Mannes der sich Michael Jackson nennt und zuweielen behauptet Peter Pan zu sein. Ein Drama inspiriert vom “King of Pop”, der sein Leben zur größten Show des Universums machte. Ein Versuch, einem Menschen, der für so viele eine übernatürlich große Reflexionsfläche war, die Maske abzunehmen. Ein Versuch Michael Jackson zu verstehen, der unzählige Menschen bis zu seinem Ende gleichermaßen verstört und fasziniert hat.

Termin: 18., 19. und 20. Jänner 2012 – 19:30 Uhr

Am 15. November 1961 wurde Helmut Qualtingers und Carl Merz “Der Herr Karl” zum ersten Mal im ORF ausgestrahlt. Erleben Sie einen unvergleichbaren Klassiker der Wiener Theaterliteratur in einer völlig neuen Form. Als Puppentheater für drei Puppen und einen Spieler schlüpft Nikolaus Habjan unter der Regie von Simon Meusburger in die verschiedensten Rollen, die alle zusammen “Der Herr Karl” sind.

am 15.  und 16.  November – Beginn 19:30 Uhr